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25 Jahre Naturland

 Naturland Jubiläum auf der BioFach 2008

 Auch morgen noch Land sehen

 Öko-Landwirte sind gefragt

 Naturland Zeitleiste

 Die nächsten Ziele sind gesteckt


Naturland Jubiläum auf der BioFach 2008

Am Freitag abend, den 22.02., feierte Naturland seinen 25-jährigen Geburtstag mit vielen Gästen auf der BioFach in Nürnberg. Als Beispiel für die Naturland Vielfalt wurden langjährige Naturland Mitglieder aus sieben verschiedenen Bereichen beziehungsweise Regionen der Welt geehrt. Wir bedanken uns bei allen Landwirten, Gärtnern, Imkern, Winzern, Teichwirten und der großen Anzahl von Herstellern für Ihr Vertrauen und Ihr beispielhaftes Engagement für den Ökologischen  Landbau weltweit.

Die ökologische Vielfalt, das Gastronomieangebot unter dem Dach der Fairwöhnbar und die Fachansprechpartner lockte das Publikum auch neben der 25-Jahr-Feier in die Halle 6 zum Gemeinschaftsstand von Naturland.

Politische Vetreter aus den Bundesländern sowie internationale Repräsentanten waren ebenso Gast wie Gerard Depardieu, Johann Lafer oder Renate Künast.

Vielen Dank vom ganzen Naturland Team, wir freuen uns, dann 26 Jahre jung, auf die BioFach 2009!


Impressionen 25-Jahr-Feier BioFach 2008

Karl Egger, LaSelva, Gründungsmitglied Naturland und Hans Hohenester, Präsidiumsvorstzender von Naturland bei der Ehrung für die 25-jährige Mitgliedschaft
Karl Egger, LaSelva, Gründungsmitglied Naturland und Hans Hohenester, Präsidiumsvorsitzender von Naturland bei der Ehrung für die 25-jährige Mitgliedschaft von Herrn Egger
Manuel Choque und Edmundo Lano, erste Öko-Kakao-Kooperative, EL Ceibo aus Bolivien, mit Alexander Koch (li) und Hans Hohenester
Manuel Choque und Edmundo Lano, erste Öko-Kakao-Kooperative weltweit, EL Ceibo aus Bolivien, mit Alexander Koch (li) und Hans Hohenester
Viele Gäste verfolgten die Ehrungen der Naturland Mitglieder auf der BioFach
Viele Gäste verfolgten die Ehrungen der Naturland Mitglieder auf der BioFach
Moderator Rudi Brueckner mit Starkoch Johann Lafer und Renate Künast, Fraktionsvorsitzende der Grünen beim Naturland Quiz
Moderator Rudi Brueckner mit Sterne- und Fernsehkoch Johann Lafer und Renate Künast, Fraktionsvorsitzende der Grünen beim Naturland Quiz
R. Brueckner, J.Lafer, R. Künast und H. Hohenester auf der 25-Jahr-Feier
R. Brueckner, J.Lafer, R. Künast und H. Hohenester kurz vor der Eröffnung des Naturland Buffets
Gerard Depardieu im Gespräch mit Felix Prinz zu Löwenstein, Hans Hohenester und Steffen Reese
Gerard Depardieu im Gespräch mit Felix Prinz zu Löwenstein, Hans Hohenester und Steffen Reese
Landwirtschaftsminister Till Backhaus aus Mecklenburg-Vorpommern (Mitte) zu Besuch am Naturland Stand
Landwirtschaftsminister Till Backhaus aus Mecklenburg-Vorpommern (Mitte) zu Besuch am Naturland Stand
Ulrike Höfken, Vorsitzender des Bundestagsauschusses für Ernährung, Landwirtschaft, und Verbraucherschutz
Ulrike Höfken, Vorsitzende des Bundestagsauschusses für Ernährung, Landwirtschaft, und Verbraucherschutz
Landwirtschaftsminister Josef Miller, Bayern, mit Arthur Stein, Naturland Präsidium und LVÖ-Vorsitzender, Bayern
Landwirtschaftsminister Josef Miller, Bayern, mit Arthur Stein, Naturland Präsidium und LVÖ-Vorsitzender, Bayern
Interessante Gespräche im Zentrum des Naturland Standes
Die Plätze im Naturland Zentrum waren heiß begehrt
Steve Hertle an der Fairwöhnbar, Anziehungpunkt für alle Besucher der BioFach
Steve Hertle an der Fairwöhnbar, Anziehungspunkt für alle Besucher der BioFach
Friedrun Sachs mit internationalen Besuchern am Naturland Stand im Africa Pavillon
Friedrun Sachs mit internationalen Besuchern am Naturland Stand im Africa Pavillon
...und nicht zu vergessen: Jeden Morgen kostenlose Lockerungsübungen mit viel Spaß am Naturland Stand
...und nicht zu vergessen: Jeden Morgen kostenlose Lockerungsübungen noch vor Öffnung der Hallen.

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Auch morgen noch Land sehen

Haferähre mit Marienkäfer

Im Dezember 1982 verwirklichten zehn weitblickende Menschen eine zukunftsweisende Idee: Sie wollten einen Öko-Anbauverband gründen, der – frei von Doktrinen oder Ideologien – den Bogen spannt von landwirtschaftlicher Forschung zu gelebter Praxis. Einen Anbauverband, der sich für die ganze Ernährungskette engagiert: für Erzeuger, Verarbeiter, Händler, Verbraucher und Umweltorganisationen.

Naturland ist stolze 25 Jahre alt und man kann zu Recht sagen, dass wir die Geschichte des Öko-Landbaus mitgeschrieben und -geprägt haben. Mit mehr als 46.000 Partnern weltweit zählt unser Verband nicht nur zu den größten, sondern auch zu den innovativsten seiner Art. Denn mit dem gleichen Pioniergeist von damals beschreiten wir heute in der Aquakultur, in Wald und Forst oder im Textilbereich neue ökologische Wege.

 

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Öko-Landwirte sind gefragt

Naturland Landwirt mit Sohn auf Getreidefeld

Wenn in den Medien vom Öko-Boom die Rede ist, wird eines oft verschwiegen: Deutschland hat daran nur einen geringen Anteil. Während die Absatzzahlen in den letzten drei Jahren um 40 Prozent nach oben kletterten, wuchs die Zahl der Öko-Landwirte landesweit lediglich um sieben Prozent. „Wir haben großen Bedarf an umstellungsbereiten Erzeugern“, bestätigt Jürgen Herrle. Der Geschäftsführer der „Naturland Fachberatung“ betreut und begleitet die Betriebe von der Zertifizierung über die Betriebsmittelbeschaffung bis hin zur Vermarktung ihrer Produkte. Aus seiner Sicht ist die Situation ähnlich wie in den Anfängen des Anbauverbandes. Während es damals nur wenige Musterbetriebe gab, können jedoch heute alle Bereiche der Landwirtschaft mit Erfolgsbeispielen aufwarten. „Es gibt etliche Best Practices“, meint Herrle. „Das Problem sind jedoch die Fördergeldkürzungen und die hohen Preise, die im konventionellen Bereich für Energiepflanzen und Rohstoffe gezahlt werden. Viele hält das von dem entscheidenden Schritt ab.“

Dr. Felix Prinz zu Löwenstein ist nicht nur Mitglied des Naturland Präsidiums und Vorsitzender des BÖLW, sondern bewirtschaftet selbst ein eigenes Hofgut in Hessen. Er kennt die Umstellungshürden daher aus eigener Erfahrung, und dennoch würde er den Weg immer wieder einschlagen. „Es macht einfach Spaß, eine Landwirtschaft zu betreiben, die bei meinen Mitmenschen eine so hohe Achtung genießt“, erklärt er. „Ich kann auf viele problematische Betriebsmittel wie Kunstdünger und Pestizide verzichten und trage dazu bei, dass Ressourcen geschont und erheblich weniger Treibhausgase produziert werden. Außerdem widmen wir Naturland Bauern uns auch dem Erhalt der Kulturlandschaften und schaffen zusammen mit der gesamten ökologischen Wertschöpfungskette jährlich bis zu 20.000 neue Arbeitsplätze“. Nach seiner Ansicht muss allerdings die Politik deutlich mehr in die Umstellung von Betrieben investieren, damit all diese Leistungen erbracht werden können.

 

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Naturland Zeitleiste

Die Naturland Gründer:

Dr. Richard Storhas, Karl Egger, Josef Hacker, Franz Josef Grenzebach, Josef Gretschmann, Antonie Gretschmann, Prof. Werner Koch, Johannes Altmann, Helmut Falkenberg, Jobst von Heynitz

1982
Zehn Landwirte gründen den Öko-Anbauverband Naturland. Ihr Motto: Auch morgen noch Land sehen. Der Aufbau einer fruchtbaren Humusschicht ist ihr erstes Ziel.
1987
Naturland startet sein internationales Engagement. In Zusammenarbeit mit gepa und Stassen Natural Foods Ltd. wird auf Sri Lanka der weltweit erste Teegarten auf ökologischen Anbau umgestellt.
1990
Die ersten 10.000 Hektar Land werden nach den Naturland Richtlinien bestellt. Der Verband verzeichnet große Zuwächse.
1992
Die Marktgesellschaft der Naturland Betriebe wird als Schnittstelle zwischen Erzeugern und Verarbeitern sowie Handel gegründet. Sie entwickelt sich zu einer der größten deutschen Öko-Erzeugergemeinschaften und ist führend in der Öko-Fleischvermarktung.
1994
Erstmals erscheinen die „Gräfelfinger Thesen“, in denen Naturland wichtige Standpunkte im Umwelt-, Klima- und Ressourcenschutz vertritt. Die Publikation wendet sich an die politischen Entscheidungsträger und wird von allen namhaften Umweltverbänden mitgetragen.
1995

Im nordrheinwestfälischen Lippetal-Lippborg entsteht die Marktgenossenschaft der Naturland Bauern e.G., die heute in Deutschland zu den größten Vermarktern von Öko-Kartoffeln und -Gemüse zählt. Im gleichen Jahr startet die Waldkampagne mit Greenpeace, BUND und Robin Wood.
1996

Als Antwort auf die Überfischung der Meere und die drastischen Zustände in Fischfarmen stellt Naturland Richtlinien für die Ökologische Aquakultur auf. Heute ist der Öko-Verband führender Zertifzierer in diesem Bereich.
1998
Die Naturland Fläche wächst weltweit auf 100.000 Hektar an. Der Verband hat bereits mehr als 1.200 Mitglieder.
2002
Gemeinsame Ziele verbinden: Die Arbeitsgemeinschaft für naturnahen Obst-, Gemüse- und Feldfruchtanbau ANOG schließt sich Naturland an. Beide Partner bündeln ihr Know How, um den Öko-Landbau weiter voranzubringen.
2003
Naturland, Bio Inspecta, Austria Bio Garantie und intact führen die Software e-Cert ein. Damit ist es möglich, den kompletten Kontroll- und Zertifizierungsablauf digital zu erfassen und den Zeitaufwand erheblich zu reduzieren.
2004
Weltweit umfasst die Naturland Anbaufläche nun 200.000 Hektar. Auch die Zahl der Mitglieder ist beachtlich gewachsen: 41.000 Landwirte und Verarbeiter in mehr als 28 Ländern gehören dazu.
2005
Naturland, die Naturland Marktgesellschaft, FiBL und tegut bringen „Bio mit Gesicht“ ( www.bio-mit-gesicht.de) an den Start. Damit wird die lückenlose Rückverfolgbarkeit Realität.
Als erster und bislang einziger deutscher Anbauverband stellt Naturland Sozialrichtlinien auf.
2006
Das Projekt „Faire Partnerschaften“ bringt zusammen, was zusammen gehört: Öko + Fair. Hofpfisterei, Neumarkter Lammsbräu und Milchwerke Berchtesgadener Land werden als erste Öko + Fair Partner ausgezeichnet.
2007
Naturland behauptet seine Pionierstellung. Der Öko-Verband stellt eigene Richtlinien für Textilien und Kosmetik auf und erweitert damit sein Engagement auch im Non-Food-Bereich.

Ausblick:
2025
80 Prozent der Verbraucher ernähren sich ausschließlich von Öko-Produkten. Jeder zweite Landwirt hat seinen Betrieb auf Grund der hohen Nachfrage umgestellt. Mit 100.000 Mitgliedern ist Naturland der weltweit größte Öko-Anbauverband.

    

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Die nächsten Ziele sind gesteckt

Streben nach höchster ökologischer Qualität – und nicht Wachstum um jeden Preis – wird den Kurs von Naturland auch künftig bestimmen. Im Hinblick auf die neue EU-Bio-Verordnung, die 2009 in Kraft tritt, sieht sich der Verband gut gerüstet: „Wir werden unsere hohen Standards beibehalten“, verspricht Geschäftsführer Steffen Reese. „Naturland wird immer für ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit stehen, und damit liegen wir weit über EU-Niveau.“ Am Puls des Marktes will der Verband weitere Bereiche erschließen und – wie erst kürzlich für Kosmetik und Textilien – eigene, qualitätsorientierte Richtlinien entwickeln.

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© 2008 Naturland


Ihre Ansprechperson

Carsten Veller

Tel.: +49 (0) 89-89 80 82-31

 c.veller(at)naturland.de

Downloads

 Broschüre 25 Jahre Naturland (pdf-Datei, 2,6 MB)

 BioFach Spezial 25 Jahre Naturland (pdf-Datei, 4,2 MB, hohe Speicherkapazität beachten)