Naturland.de


Wir arbeiten ohne Gentechnik!

Keine Agro-Gentechnik auf Deutschlands Feldern

Wichtiger Etappensieg für Umwelt, Bauern und Verbraucher

Jetzt ist es offiziell: In Deutschland wird es im Jahr 2009 keinen kommerziellen Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen geben! Das Oberverwaltungsgericht Lüneburg hat am 28. Mai 2009 das Eilurteil des Verwaltungsgerichts Braunschweig bestätigt, das die Rechtmäßigkeit des Anbauverbots von MON 810 durch das Landwirtschaftsministerium (BMELV) feststellte. Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner verkündete am 14. April 2009 das Anbauverbot für den Genmais MON 810 mit der Begründung, „dass es berechtigten Grund zu der Annahme gibt, dass der genetisch veränderte Mais der Linie Mon810 eine Gefahr für die Umwelt darstellt“. Naturland begrüßt die zukunftsweisende Entscheidung als richtigen Schritt in eine nachhaltige, ökologisch orientierte Landwirtschaft in Deutschland. Wissenschaftliche Studien, die das Risiko des Anbaus belegen sowie der massive Protest der Verbraucher in Einheit mit den Landwirten und Verarbeitern führten zu dieser Entscheidung.

 Lesen Sie mehr in unserer Pressemitteilung (pdf-Datei, 79 KB)

Naturland fordert in der Presseinfo zum Genmais-Verbot, die EU-weite Zulassung der weiteren Genmaissorten Bt11 und 1507 ebenfalls zu verhindern. Die Bundesregierung kann dies im EU-Ministerrat noch mit verhindern - scheint bisher aber wenig entschlossen.

Das Online-Netzwerk Campact und ein breites Bündnis von Umweltorganisationen, darunter Naturland, fordern mit einer Online-Aktion von der Regierung, in Brüssel gegen die Zulassungen von Gen-Mais zu stimmen.

Fordern Sie von der Bundesregierung ein Nein zum Gen-Mais:

 http://www.campact.de/gentec/sn6/signer


Naturland Landwirte und Verarbeiter arbeiten ohne Gentechnik!

Naturland Bauer Hans Hohenester auf seinem Feld mit dem "Naturland - wir arbeiten ohne Gentechnik" Schild

Der Ansatz der Gentechnik widerspricht den grundlegenden Werten der Ökologischen Wirtschaftsweise. Gentechnische Verfahren konzentrieren sich allein auf den genetischen Aufbau ohne den Organismus oder das System zu berücksichtigen, innerhalb dessen ein Organismus funktioniert. Generell braucht die Landwirtschaft keine Gentechnik, insbesondere der Öko-Landbau bezieht eine klare Position: Die Ablehnung der Gentechnik ist in den Naturland Richtlinien, sowohl in der Erzeugung wie in der Verarbeitung, verankert.


Wie erkennt der Verbraucher gentechnisch veränderte Lebensmittel?

Nach geltendem Recht müssen seit dem 18.04.2004 alle Lebensmittel mit gentechnisch veränderten Zutaten erkennbar gekennzeichnet sein. Die Zutatenliste muss den Zusatz „Gentechnisch verändert“ oder „enthält genetisch veränderten...“ enthalten.

Fleisch, Eier und Milch von Tieren, die gentechnisch verändertes Futter bekommen haben, müssen nicht gekennzeichnet werden. Der Verbraucher erhält somit keine Information darüber, ob die fleisch-, eier-, und milchliefernden Tiere mit Genfutter versorgt wurden.

Vollständige Sicherheit bieten nur Bio-Produkte, wie z. B. von Naturland. Denn auf Öko-Betrieben darf generell kein gentechnisch verändertes Futter verwendet werden.


Wo kann man gentechnikfreie Lebensmittel einkaufen?

Eine Biene sitzt auf einer Ökorapsblüte

Über 70 Prozent der Verbraucher in Deutschland lehnt Gen-Food entschieden ab. Für viele ein Grund (mehr) zu Bio-Produkten zu greifen, denn alle Lebensmittel aus ökologischer Landwirtschaft werden ohne Gentechnik erzeugt und verarbeitet. Auch das Naturland Zeichen kennzeichnet Bio-Lebensmittel von Landwirten, die ohne Gentechnik arbeiten. Regelmäßige, unabhängige Kontrollen sorgen für die Einhaltung der Naturland Richtlinien.
Naturland zertifizierte Produkte bekommen sie bei

  • Bio-Direktvermarktern
  • Bio-Bäckern und -Metzgern
  • Naturkostläden + Bio-Supermärkten
  • Lebensmittel-Einzelhandel

Einkauf auf dem Naturland Hof

 Naturland Partner

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Das Argument Welternährung!

Da nicht die zu geringe Produktion, sondern die falsche Verteilung der Nahrungsmittel die Ursache des Welthungers ist, ist die Gentechnologie keine Strategie zur Sicherung der Welternährung. Das hohe Risiko der Agro-Gentechnik liegt nicht nur in den unabsehbaren ökologischen Folgen. Auch in der Verschärfung der Abhängigkeiten - durch Patente und Lizenzgebühren für teures Saatgut - und Ungerechtigkeiten, die Armut und Hunger in der Dritten Welt eigentlich zugrunde liegen. Die neue Technologie wird den Strukturwandel im Landbau weiter beschleunigen. Statt eines Endes des Welthungers ist also eher eine Verschlechterung der Versorgungslage vor allem der Armen und der Landbevölkerung in Übersee zu erwarten. Nachhaltigen Schutz vor Hunger bietet - nach Lösung der politischen und sozialen Probleme - nur ein nachhaltiges Agrarsystem, das eine standortangepasste Produktion und den gleichzeitigen Schutz von Böden, Wasser und Klima erlaubt.

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Werden Sie aktiv!

Demonstranten mit "Naturland - wir arbeiten ohne Gentechnik" Schildern

Es gibt viele Möglichkeiten für Verbraucher, sich gegen die Gentechnik zu

  • Wenn sie Bio-Produkte kaufen, unterstützen Sie eine Landwirtschaft ohne Gentechnik.
  • Schließen sie sich einem der vielen Aktionsbündnisse gegen Gentechnik an
  • Machen Sie bei Aktionen gegen Gentechnik mit. Termine finden Sie unter  www.keine-gentechnik.de und auf unserer  Termine Seite.
  • Werden Sie Naturland-Fördermitglied

Aktion "Genfrei Gehen"

“Die Zeit ist reif für ein aktives Zeichen der Bevölkerung für eine gentechnikfreie Welt.“ Mit diesen Worten möchte Joseph Wilhelm die Bio-Branche und Millionen von Verbrauchern gewinnen, bei „Genfrei Gehen“ – dem zweiten Marsch für eine gentechnikfreie Welt von Berlin nach Brüssel mitzuwirken. Seine Ziele sind Öffentlichkeitswahrnehmung, Bewusstseinsbildung und Eigenverantwortung im Umgang mit der Agro-Gentechnik – vor allem bei der Politik. Er möchte aufklären! Denn Wissen verleiht Macht und den Mut, die Zukunft in eigener Verantwortung aktiv lebenswert zu gestalten – ganz ohne Gentechnik.

Naturland unterstützt die Aktion und lädt alle Gentechnikgegner ein, an dem Marsch teilzunehmen. Start ist der 18. Juni in Berlin!

Weitere Informationen:  www.genfrei-gehen.de


Weitere Links zum Thema Agro-Gentechnik:

 www.gentechnikfreie-regionen.de
 www.saveourseeds.org
 www.bantam-mais.de
 www.mein-nein.de
 www.gentechnik-stoppen.de
 www.infoXgen.com
 www.bioXgen.de

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Letzte Änderung 17.06.09

© 2010 Naturland


Ihre Ansprechperson

Pressesprecher

Carsten Veller

Tel.: +49 (0) 89-89 80 82-31

 c.veller(at)naturland.de

Weitere Informationen unter:

Downloads

 Naturland Kundeninfo Agro-Gentechnik (pdf-Datei, 300 KB)

 Positionspapier Gentechnik und Imkerei (pdf-Datei, 152 KB)

Downloads Pressemitteilungen

 Keine Agro-Gentechnik auf Deutschlands Feldern (pdf-Datei, 83 KB)

 Naturland fordert gentechnikfreies Bayern (pdf-Datei, 76 KB)

 Naturland Bauern fordern Genmais-Verbot in Deutschland (pdf-Datei, 59 KB)

 Agro-Gentechnik entzweit Bauern (pdf-Datei, 95 KB)

 Naturland  fordert Nachbesserungen im Gentechnikgesetz (pdf-Datei, 91 KB)

 Seehofer enttäuscht Bauern und Verarbeiter (pdf-Datei, 92 KB)

 Bio muss auch auf heimischen Feldern boomen (pdf-Datei, 110 KB)