Rindergut Apenburg
Traditionsreicher Familienbetrieb in der Altmark

Das Rindergut Apenburg, als traditionsreicher Betrieb der Familie von der Schulenburg in der sachsen-anhaltinischen Altmark gelegen, weist eine 650-jährige Geschichte auf. Schon im 14. Jahrhundert lieferten die Schulenburgs Rinder an den Landesherrn, den Kurfürsten von Brandenburg und führen seitdem als ehemalige Erbküchenmeister der Mark Brandenburg unter anderem einen geschmückten Ochsen im Wappen.
Das älteste heute noch stehende Hofgebäude ist rund 380 Jahre alt. 1945 fiel das Gut unter die Bodenreform in der sowjetisch besetzten Zone. Die Familie wurde entschädigungslos enteignet und in den Westen vertrieben. Aber 1993 kehrten wir zurück, kauften die verfügbaren Reste des alten Betriebes - zumeist vom Staat - und gründeten das "Rindergut Apenburg", um unsere Familientradition fortzusetzen. Heute wird unser nach den Regeln des ökologischen Landbaus wirtschaftender Betrieb durch das Ehepaar Peter und Ilse Warlich verwaltet.
Das Rindergut Apenburg liegt im kargen nördlichsten Zipfel von Sachsen-Anhalt, in der Altmark. Obwohl weitestgehend flach, zeichnet sich die Altmark durch eine Vielzahl markanter, vor allem aber naturbelassener Landschaften aus. Weites Land, sanfte Stille und mittelalterliche Fachwerkstädte kennzeichnen die auch durch die Landwirtschaft und den Landtourismus geprägte Region.
An diesem Standort bauen wir auf rund 310 Hektar Ackerland vielfältige Ackerfrüchte an. Ein Standbein des Betriebes ist der Kartoffelanbau mit 25 Hektar. Neben dem Anbau von Weizen, Roggen, Sommergerste, Hafer, Dinkel und Lupine sind die Vermehrung von Getreide und Kartoffeln sowie der Rapsanbau Besonderheiten unseres Betriebes. Eine ganzjährig auf unseren 80 Hektar Weiden gehaltene Rinderherde bereichert unser Gut um einen weiteren Betriebszweig.
Warum wir ökologisch arbeiten

Die herausragende Wirkung des ökologischen Landbaus auf Boden, Flora und Fauna ist hinlänglich bekannt und erwiesen. Deshalb ist uns diese Bewirtschaftungsform ein grundsätzliches Anliegen. Letztendlich gab für uns aber der "Genussfaktor" den Ausschlag, ökologisch zu wirtschaften: Wir sind davon überzeugt, dass unsere pflanzlichen und tierischen Bio-Produkte einfach besser schmecken und gesünder sind.
So liefern wir über die sinnliche Wahrnehmung unseren Kunden einen Mehrwert, den diese auch gerne bezahlen. Unser Betrieb ist seit seiner Neugründung 1993 umgestellt und seit 2001 Mitglied im Verband Naturland.
Viel Platz für den Weizen: Der "Weite Reihe"-Anbau

Auf unseren Feldern hat sich das Verfahren "Weite Reihe" beim Anbau von Weizen bewährt. Bei dieser Methode erfolgt die Aussaat in besonders weiten Reihenabständen von 25 anstatt der sonst üblichen 15 Zentimeter. So können Stickstoff sammelnde Untersaaten wie Kleegras, Luzerne oder Seradella zwischen den Reihen ausgebracht werden.
Beim Weizenanbau sichert der "Weite Reihe"-Anbau hohe Backqualitäten, die so dringend von den Mühlen und Bäckereien gefordert werden.
Weitere Informationen:
Wetterfeste Rinder: Das ganze Jahr auf der Weide

Ein weiteres Standbein unseres Betriebs ist eine Mutterkuhherde. Mutterkuhhaltung bedeutet, dass die Kühe nicht gemolken werden, sondern zur Kälberaufzucht ihr eigenes Kalb bis zum Absetzen säugen. Mutterkühe gehören einer Fleischrinderrasse an oder sind Kreuzungen aus verschiedenen Rassen. Unsere Tiere sind Herefordrinder sowie deren Kreuzungen.
Aufgrund der besonderen Fleischqualität arbeiten wir hauptsächlich mit Limousin-Deckbullen. Die insgesamt 55 robusten Mutterkühe beweiden mit ihren Nachkommen unsere Grünlandflächen. Sie werden ganzjährig auf den Weiden gehalten. Ein dick mit Stroh eingestreutes Winterquartier garantiert unseren Rindern einen angenehmen Winter.
Der anfallende Mist wird auf den Ackerflächen ausgebracht. Unsere Tiere erhalten nur Schrotmischungen als Kraftfutter sowie Heu, Grassilage und Öko-Mineralfutter zur freien Aufnahme.
Besondere Kleinode: Hochmoorflächen und Streuobstwiesen

Zu unseren Hofflächen gehört ein Hochmoorgebiet, das landwirtschaftlich nicht nutzbar ist, aber besondere Vogelarten wie den Eisvogel beheimatet. Außerdem werden von uns vier Hektar Streuobstwiesen zur Most von Äpfeln und Birnen genutzt. Eine naturnahe Bewirtschaftung dieser Flächen ist uns zum Schutz der einheimischen Flora und Fauna ein selbstverständliches Anliegen.
Kontrolliert und zertifiziert: Unsere Produkte sind garantiert "öko"
Wie jeder ökologisch wirtschaftende Betrieb wird auch unser Naturland Hof mindestens einmal jährlich auf die Einhaltung der EG-Öko-Verordnung und zusätzlich der Naturland Verbandsrichtlinien überprüft. Diese Kontrollen führt eine unabhängige, staatlich zugelassene Kontrollstelle durch, bei der unser Betrieb unter der Kontrollnummer D-ST-034-406-A geführt wird.
Weitere Informationen:
Wir sind in der Region aktiv – nicht nur in der Landwirtschaft

Vielfältige Aktivitäten sichern die Einbindung des Rindergutes Apenburg in die Region. Unser Betriebsleiter Peter Warlich ist Naturland Delegierter und Landesvorsitzender von Sachsen-Anhalt. Im Vorstand des Altmärkischen Aufbauwerks Apenburg e.V. (AAA e.V.) engagiert er sich für eine Vielfalt von Projekten in der Region, die der Verein fördert.
Ein weiteres Highlight des Guts: In der Adventszeit verwandelt sich die Scheune zum größten Adventskalender der Altmark. Täglich strömen dann die Kinder der umliegenden Dörfer mit ihren Eltern und Großeltern auf den Hof, hören Adventsgeschichten, singen Adventslieder, streicheln Ochse, Esel und Schaf und stimmen sich bei Tee, Gebäck und Glühwein - für die Erwachsenen - auf Weihnachten ein.
