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Naturland Hof Bichlmaier

Bio-Pionier im "Hopfenland Hallertau"

Georg und Maria Bichlmaier neben Hofschild
Schon seit 1987 bewirtschaften wir unseren Hof ökologisch nach Naturland Richtlinien.

Unser Betrieb liegt in idyllischer Alleinlage am Rande der Hallertau mitten in Niederbayern. Die Landschaft ist geprägt durch ein hügeliges Relief; in den Tälern liegen kleine Ortschaften mit den typischen barocken Zwiebelturmkirchen. Die Hallertau (oder Holledau) ist nicht nur eine traditionelle deutsche Hopfenregion, sondern sogar das größte zusammenhängende Hopfenanbaugebiet der Welt.

Nicht ohne Stolz können wir, Maria und Georg Bichlmaier, von uns behaupten, zu den Pionieren des Öko-Landbaus in Deutschland zu gehören. Wir haben unseren Betrieb bereits 1987 auf die ökologische Bewirtschaftung nach Naturland Richtlinien umgestellt. Zu jener Zeit gab es hier weit und breit noch keinen Bio-Hof. Wir haben unsere Erfahrungen immer gerne an Kollegen weitergegeben und hoffen, so auch den einen oder anderen Betrieb zur Umstellung ermutigt zu haben.

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Öko-Landbau als Chance

Hofansicht mit Fotovoltaikanlage
Mit unserer Fotovoltaikanlage nutzen wir eine regenerative Energiequelle zur Stromerzeugung.

Das Wirtschaften nach ökologischen Richtlinien begannen wir, weil uns der enorme Einsatz von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln in der konventionellen Landwirtschaft zu denken gab. Außerdem erschien uns der Öko-Anbau als Chance, um unsere Existenz nachhaltig zu sichern.

Damals verkauften wir unsere Produkte an regionale Bio-Läden und ab Hof direkt an Verbraucher. Sowohl für Verarbeitungsbetriebe als auch für Verbraucher glich die Suche nach Öko-Erzeugern zu jener Zeit der Suche nach der berühmten Stecknadel im Heuhaufen.

Als erfahrene Öko-Bauern setzen wir unser Engagement für Umwelt- und Naturschutz über unsere Ackergrenzen hinaus fort: Seit Januar 2004 betreiben wir zwei Fotovoltaikanlagen mit einer Leistung von 26 Kilowatt-Peak. Sie wurden je zur Hälfte auf der Südseite unserer Maschinenhalle und eines Wirtschaftsgebäudes installiert.

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Vielfalt ist unsere Stärke

Hopfendolde
Vielfalt ist unsere Stärke – und der Hopfen ist unsere Besonderheit!

Wir bewirtschaften eine Fläche von knapp 42 Hektar. Der flächenmäßige Schwerpunkt unseres Betriebes liegt beim Anbau von Getreide. Unsere besondere Spezialität ist aber der Hopfenanbau, den wir auf 2,5 Hektar betreiben. Die Tierhaltung war immer ein wichtiger Bestandteil unseres klassischen Gemischtbetriebes und ist auch heute von großer Bedeutung für unseren "runden" Betriebskreislauf.

Als Besonderheit erfolgt bei uns der Getreideanbau zu 40 Prozent ohne den Einsatz eines Pfluges. Eine komplett pfluglose Bodenbearbeitung, wie es bei konventionellen Betrieben aus Kostengründen heute weit verbreitet ist, ist im Öko-Landbau weder machbar noch erstrebenswert: Auf manchen Flächen müssen wir den Pflug zur Bekämpfung von Wurzelunkräutern einsetzen, und auch nach dem Anbau von Kleegras ist ein Umbrechen des Bodens mit dem Pflug notwendig.

Der Hof ist weitgehend arrondiert, d.h. die Flächen liegen zusammenhängend um den Hof herum. Umgeben von Wald und Hecken, bereichern natürlich vorkommende Landschaftselemente unsere Flächen.

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Bio-Hopfenanbau: eine Herausforderung

Georg Bichlmaier in Hopfenanlage
Als einer der ersten Bio-Hopfenanbauer Deutschlands mussten wir viel Aufbauarbeit leisten.

Bedingt durch die frühe Umstellung waren wir lange Zeit Einzelkämpfer, gerade beim Anbau von Hopfen. Wir mussten viel Aufbauarbeit leisten und so manches Lehrgeld zahlen – aber als Hallertauer gehört unser Herzblut dem Hopfen.

Anfangs hatten wir beispielsweise große Probleme mit Roter Spinne und Blattläusen; der Schädlingsbefall führte zu starken Ertragseinbußen. Da im Bio-Bereich keine Kenntnisse mit dem Anbau von Hopfen vorhanden waren, mussten wir selbst nach Lösungen suchen. So setzten wir u. a. Spiritus ein und merkten leider erst später, dass die Pflanzen dadurch geschädigt wurden und es wiederum zu Ertragsminderungen kam.

Doch mit solchen Erfahrungen konnten wir im Laufe der Jahre einen reichen Wissensschatz ansammeln und sind heute den besonderen Herausforderungen des ökologischen Hopfenanbaus recht gut gewachsen: Mittlerweile regulieren wir die Rote Spinne mit Molke und Blattläuse mit einem Extrakt aus Quassiaholz.

Zwischen den Hopfenreihen säen wir eine überwinternde Begrünung (z.B. Wickroggen oder Klee) ein, die den Boden von Juli bis Mai bedeckt. So wird der Boden vor Erosion geschützt und gleichzeitig auf natürliche Weise mit Stickstoff als wichtigstem Pflanzennährstoff angereichert.

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Schweine im Grünen

Schweine auf der Weide
Unsere 16 Zuchtsauen halten wir auf der Weide.

Auf unserem Hof züchten und mästen wir Schweine. Die Tiere sind eine Kreuzung aus "Deutscher Landrasse" und "Duroc". Unsere 16 Zuchtsauen halten wir – wann immer möglich - auf der Weide, die Ferkel werden auf dem Hof gemästet. Das Futter stammt fast ausschließlich aus eigener Erzeugung; zugekauft werden lediglich Kartoffeleiweiß und Mineralstoffe.

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Kontrolliert und zertifiziert: Unsere Bio-Produkte

Hopfenstaude
Unser Hopfen: Kontrolliert von der Staude bis zum Bier.

Wie jeder ökologisch wirtschaftende Hof wird auch unser Naturland Betrieb einmal jährlich auf die Einhaltung der EG-Öko-Verordnung und zusätzlich der Naturland Verbandsrichtlinien überprüft. Diese Kontrollen führt eine unabhängige, staatlich zugelassene Kontrollstelle durch, bei der unser Betrieb unter der Kontrollnummer D-BY-005-03003-ABD geführt wird.

Weitere Informationen:


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