Aktuell
23.07.2010: Öko-Wiesen sind erstklassige Artenschützer
Naturland Bauern bei Wiesenmeisterschaften 2010 geehrt
Gräfelfing – Bei den Wiesenmeisterschaften 2010 belegen drei Naturland Höfe die ersten drei Plätze mit Norbert Braun, Günther Braun sowie Irene und Otto Weiß. Diese Ehrungen im aktuellen UN-Jahr der biologischen Vielfalt würdigen die ökologischen Vorzüge von Öko-Wiesen beim Schutz gefährdeter Tier- und Pflanzenarten. Kriterien für die Wiesenmeisterschaft sind Artenvielfalt, die Ausstattung mit landschaftstypischen Strukturen wie Einzelfelsen oder Wiesengräben und landwirtschaftliche Faktoren wie Futterwert. „Artenreiche Wiesen als Futterflächen für Öko-Tiere zeugen von einer erfolgreichen Verknüpfung von Artenschutz und Landwirtschaft“, kommentiert Hans Hohenester, Öko-Bauer und Naturland Präsidiumsvorsitzender, die Ergebnisse der Wiesenmeisterschaften. Der Wettbewerb wurde zum zweiten Mal vom Bund Naturschutz in Bayern (BN) und der Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) ausgetragen.
Grünland mit seltener Vielfalt
So fanden die Prüfer auf dem Halbtrockenrasen von Günter Braun in Pegnitz-Körbeldorf (Landkreis Bayreuth) beispielsweise Enzian und seltene Orchideen wie Fliegenragwurz und Hohlzunge. Hingegen zeichnet sich die Salbei-Glatthaferwiese von Norbert Braun aus Litzendorf-Tiefenellern (Landkreis Bamberg) durch die seltenen Knöllchen-Steinbrech und Kümmel-Silge aus. Beide Naturland Höfe haben durch ihre Bewirtschaftungsweise eine Artenvielfalt geschaffen, die viele Rote Listen-Arten aufweist und damit die ersten beiden Platz des Wettbewerbs belegt. Das Engagement der Höfe beschränkt sich jedoch nicht auf die Pflege und Nutzung der Wiesen und Weiden. Die artgerechte Tierhaltung steht genauso im Fokus wie eine regionale Vermarktung oder die Mitarbeit in Arbeitskreisen, um den ökologischen Landbau weiter zu entwickeln. „Dieses vielseitige Engagement im ländlichen Raum zeichnet die Öko-Betriebe aus. Ich freue mich für unsere Betriebe, dass die Anerkennung gerade im Jahr der Biodiversität auch von Naturschutzseite kommt!“ ergänzt Hans Hohenester.
Grünland als Standbein des Öko-Landbaus
Der Grünlandanteil im Öko-Landbau beträgt europaweit über 45 Prozent (in Deutschland über 49 Prozent), hierzu kommt der konventionelle Landbau nur auf etwa 33 Prozent. Extensive Grünlandstandorte mit einem hohen Wert für den Klima-, Boden-, Wasser- und Artenschutz bleiben durch den Öko-Landbau erhalten und prägen die Kulturlandschaft. Eine notwendige landwirtschaftliche Maßnahme, um den vermehrten Grünlandumbruch zum Beispiel für Maisäcker entgegen zu wirken, der negative Auswirkungen wie Kohlendioxid-Freisetzung oder Anstieg der Bodenerosion nach sich zieht.
Die Wiesenmeisterschaften 2010 fanden diesmal in Oberfranken statt. Weitere Informationen erhalten Sie unter:
http://www.lfl.bayern.de/iab/flora_fauna/37938/
http://www.bund-naturschutz.de/projekte/wiesenmeisterschaft.html
Naturland fördert den Ökologischen Landbau weltweit und ist mit über 55.000 Bauern und über 500 Herstellern als Naturland Partner einer der größten Öko-Verbände. Als zukunftsorientierter Verband gehören für Naturland Öko-Kompetenz und soziale Verantwortung zusammen.
18.05.2010: Hilfe für den Himmelsvogel
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19.03.2010: Naturland Mitgliederversammlung Bayern
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05.03.2010: Chancen für den Öko-Landbau nutzen
Naturland Mitgliederversammlung Hessen fordert Planungssicherheit für Bauern
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Die Statistik finden Sie
hier.
Nicht-amtliche Sortenversuche mit Naturland Beteiligung
Der Sortenversuch mit der KWS ging ins siebte Jahr. Hafer und Erbsen brachten die höchsten Erträge aller Jahre. Etwas schwach waren in diesem Jahr die Triticale-Erträge. Da die KWS überwiegend ei-gene Sorten und Zuchtmaterial getestet hat, kam es zu wenigen Überraschungen. Bei den Erbsen lag die Sorte Casablanca im zweiten Jahr in Folge vorne.
Der Versuch mit neuen Zuchtstämmen der Saatzucht Donau fand in diesem Jahr in Triesdorf statt. Die Qualitätsergebnisse liegen noch nicht vor. Im Rahmen des Netzwerkes Öko-Pflanzenzüchtung fanden an je drei bis vier Standorten Sortenversuche zu Wintererbsen und Sommergetreide statt. Erstmals liegen für ein großes Sortiment an Wintererbsen – zugelassenen Sorten, Genbankherkünften und Zuchtstämmen – Ergebnisse zum Kornertrag vor. Die Sorten aus Frankreich hatten auf allen Standor-ten große Verluste durch ihre mangelnde Winterhärte. Die zugelassene Sorte E.F.B.33 wurde im Durchschnitt der Standorte nur von einer Genbankherkunft („Griechische“) knapp übertroffen. Die neuen weißblühenden Zuchtstämme überlebten den Winter einigermaßen und konnten ertraglich mit-halten. Beim Sommergetreide lag der Schwerpunkt auf Nackthafer und Nacktgerste. Auch hier konnten neue Zuchtstämme zum Teil ganz gut mithalten. Ebenso positiv zeigten sich die getesteten Herkünfte von Sommerdinkel und Sommeremmer. Die Versuche werden zur Ernte 2010 fortgesetzt und durch einen kleinen Versuch zu alten und neuen Weizensorten auf zwei Standorten ergänzt. Die kompletten Versuchsergebnisse finden Sie
hier.
Weitere Listen:
KWS Kürnach,
Triesdorf
Studie zum Stand der Züchtung bei Körnerleguminosen
Im Auftrag der Seidlhof-Stiftung verfasste Naturland Berater Werner Vogt-Kaute eine Studie zum aktuellen Stand der Körnerleguminosen-Züchtung in Bayern, Deutschland und angrenzendem Europa.
Der Anbau von Körnerleguminosen ist existenziell für den Öko-Landbau. Die Studie soll motivieren, sich wieder mehr mit der Züchtung von Körnerleguminsoen zu beschäftigten.
Die Seidlhof-Stiftung wird zu diesem Thema im Herbst eine Tagung veranstalten. Lesen Sie hier die ganze
Studie.
