Öko+Fair ernährt mehr!
Studien bestätigen Potential von Öko+Fair für die Ernährungssicherung
Im Rahmen der gemeinsamen Kampagne "Öko+Fair ernährt mehr!" legen Naturland e.V. und der Weltladen-Dachverband zwei Fallstudien zum Thema Mais und Reis vor. Sie zeigen exemplarisch, wie Kleinbauern Sozial- und Öko-Standards einhalten als auch Erträge steigern können.
Studie Öko-Landbau und Fairer Handel in Entwicklungsländern (pdf-Datei, 1,4 MB)
Presseinfo Reis- und Maisstudie (pdf-Datei, 164 KB)
Studie Reis (pdf-Datei, 1,4 MB)
Studie Mais (pdf-Datei, 910 KB)
Öko+Fair: Die Rechnung geht auf!

Mit der Kampagne „Öko + Fair ernährt mehr!“ wollen Naturland und der Weltladen-Dachverband VerbraucherInnen und PolitikerInnen darauf aufmerksam machen, dass Öko-Landbau und Fairer Handel einen positiven Beitrag zur weltweiten Ernährungssicherung leisten. Gerade in Entwicklungsländern haben kleinbäuerliche und ökologische Landwirtschaft großes Potential, die Ernährungssituation zu verbessern.
Weltweit hungern eine Milliarde Menschen, zwei Drittel von ihnen leben auf dem Land. Noch nie zuvor haben auf unserer Erde so viele Menschen gehungert wie heute. Dabei werden weltweit mehr Lebensmittel produziert als je zuvor. Trotz Überproduktion ist das industrielle Modell globalisierter Landwirtschaft nicht in der Lage, das Grundbedürfnis von Milliarden Menschen nach Nahrung zu erfüllen. Der Weltagrarbericht und unzählige Studien sind sich einig: Zur Ökologisierung der Landwirtschaft in Verbindung mit gerechteren Wirtschaftsbeziehungen gibt es keine Alternative. Nur eine Landwirtschaft, die weniger von externen Produktionsmitteln abhängig ist und Ressourcen nachhaltig nutzt, kann Umwelt schützen, kleinbäuerliche Existenzen sichern, weltweit Hunger bekämpfen und Ernährung sichern.
Bei Umstellung auf Öko-Anbau können weltweit genügend Nahrungsmittel produziert werden, um die globale Ernährung sichern zu können. Durch Aufbau und Erhalt des Bodenlebens, weite Fruchtfolgen und einen Anbau, der die Artenvielfalt unterstützt, sind langfristig stabile Ökosysteme gewährleistet.
Öko-Landbau und Fairer Handel - funktionierende Alternativen!
„Öko + Fair ernährt mehr!“ soll VerbraucherInnen und PolitikerInnen darauf aufmerksam machen, dass Öko-Landbau und Fairer Handel einen positiven Beitrag zur weltweiten Ernährungssicherung leistet. Gerade in Entwicklungsländern haben kleinbäuerliche und ökologische Landwirtschaft großes Potential, die Ernährungssituation zu verbessern. Nötig sind primär regionale Wirtschafts‐Kreisläufe, die auf Zukunftsfähigkeit orientiert sind. Öko-Anbau knüpft an die jeweiligen traditionellen Bewirtschaftungsmethoden in ländlichen Gebieten, wo ¾ der Armen weltweit leben, an. Um die Nahrungssicherung dort zu verbessern bzw. wiederherzustellen kommt zuerst der Selbstversorgung eine tragende Rolle zu. Es geht darum, die Bodenfruchtbarkeit mit ökologischen Anbaumethoden zu erhöhen. Dies schafft mit der Sicherung ausreichender Nahrungsmittel die Grundlage für eine künftige Vermarktung überschüssiger Produkte. Öko+Fair bietet den Menschen eine Zukunftsperspektive!
Auf KonsumentInnen-Ebene geht es zunächst um Informationsarbeit zu Öko+Fair. Ziel ist, die Käufer darauf aufmerksam zu machen, dass sie mit ihrem Einkaufsverhalten politisch mitbestimmen und zur Ernährungssouveränität von Kleinbauern und -bäuerinnen beitragen können in dem sie vermehrt nach öko und fairen Produkten greifen.
Die politischen Forderungen
Im Rahmen der Kampagne werden deutsche Politiker im Rahmen der Kampagne aufgefordert, sich auf nationaler und internationaler Ebene für die Förderung kleinbäuerlicher Strukturen und für die weltweite Verbreitung der Prinzipien des Öko-Landbaus einzusetzen, mit dem Ziel eine langfristige Ernährungssouveränität zu erreichen. Dazu gehören im Speziellen:
Sieben Kernforderungen müssen nach Ansicht der beiden Verbände Teil des Aktionsplanes sein:
- Förderung von Kleinbauern und -bäuerinnen und ihrer Selbstorganisation, und Förderung der ländlichen Entwicklung, u.a. durch die Bereitstellung finanzieller Mittel zur Wissensvermittlung und Weiterbildung.
- Förderung des Fairen Handels als konkretes Instrument zur Armutsbekämpfung und Unterstützung kleinbäuerlicher Strukturen.
- Unterzeichnung des Weltagrarbericht (IAASTD) und aktive Unterstützung seiner Fortschreibung.
- Sofortige und endgültige Abschaffung aller Agrarexportsubventionen und ein Ende der Förderung der Überschussproduktion.
- Bereitstellung von Forschungsgeldern für den Ökologischen Landbau, statt für Agro-Gentechnik, insbesondere in Entwicklungsländern.
- Etablierung sozialer und ökologischer Kriterien für die Verwendung von Agrartreibstoffen und anderen nachwachsenden Rohstoffen. Von einer ungeprüften Beimischungspflicht ist abzusehen. Der Flächenanspruch für Futtermittel, Agrartreibstoffe und nachwachsende Rohstoffe in Drittländern darf nicht zu Lasten der Nahrungsmittelproduktion gehen.
- Stopp des Landkaufs internationaler Unternehmen und Regierungen in Entwicklungsländern.
Weitere Informationen zu der Kampangen finden Sie unter:
www.oekoplusfair.de
Weitere Informationen zum Thema Welternährung unter:
www.weltagrarbericht.de
UNCTAD-Veröffentlichung
Oxfam-Bericht zum Potential von Kleinbauern
Öko+Fair auf der BioFach 2011
Auf der Bio- Fach, der Weltleitmesse für ökologische Produkte, war die Kampagne im Kongressprogramm mit der Veranstaltung:
„Öko+Fair" - ein Beitrag zur Ernährungssicherung
Wie müssen sich Agrarpolitik und Handelsbeziehungen zwischen Nord und Süd ändern?“
Die Beiträge der Kampagnen- Gäste finden Sie hier als download:
Ph. D.Ulrich Hoffmann, United Nations Conference on Trade and Development (UNCTAD) (
pdf-Datei, 1,2 MB)
Marita Wiggerthale, Oxfam Deutschland e.V. (
pdf-Datei, 3,2 MB)
Sunil Joseph, Peermade Development Society (PDS) Organic Spices, Kerala, Indien (
pdf-Datei, 1,7 MB)
Agnes Bergmeister, Naturland e.V.; Anna Hirt, Weltladen Dachverband (
pdf-Datei, 560 KB)
