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Heinrich Wening

"Alter Hase" mit Pioniergeist der 80er-Jahre

Hofansicht
Die Wenings haben den Hof bereits in 1988 auf den ökologischen Landbau umgestellt.

Heiner Wening lebt mit seiner Frau Veronika und den beiden Söhnen Harald und Martin in der Nähe von Münster in Nordrhein-Westfalen. Die alte Universitätsstadt ist umgeben von einer stark in Parzellen gegliederten Kulturlandschaft, die zum Radfahren einlädt. Die Ems teilt den flachen Landstrich um Greven im Kreis Steinfurt in links und rechts der Ems.

Familie Wening hat ihren landwirtschaftlichen Betrieb in den Achtzigerjahren gekauft. Außerhalb gelegen und weitgehend umgrenzt von Hecken, war er schon damals verhältnismäßig klein, um dem damaligen Beginn des "Wachsen oder Weichen" zu trotzen. Als sinnvoll erschien Heiner Wening daher die Überlegung, ökologisch zu wirtschaften. Den "Kick" dazu lieferte ihm der Bericht über einen nahe gelegenen Bio-Betrieb, der in einem Fachblatt vorgestellt wurde. Nachdem er sich diesen Hof zwei Tage lang angesehen hatte, war die Umstellung des eigenen Betriebes eine beschlossene Sache.

Neben Hühnern halten die Wenings eine Rinderherde, bauen alte Getreidearten und mehrere Sorten Kartoffeln an. Außerdem gehört eine Streuobstwiese zum Hof.

Ackerfurchen unter Vlies
Auf dem Münsterländer Acker finden sich besonders schmackhafte Kartoffelsorten.
Betriebsleiter vor Haustür
Gerne begrüßt Heiner Wening Besuchergruppen und Praktikanten auf seinem Betrieb.
Hühner
Sein Engagement gilt der artgerechten Tierhaltung und der Landwirtschaft ohne Gentechnik.

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Bunte Vielfalt im Naturkreislauf

Hühnerstall
Die Tiere erhalten ökologisch erzeugtes Futter vom eigenen Hof.

Auf den überwiegend arrondierten Flächen weiden die Mutterkühe des Hofes. Die Ackerflächen dienen dem Anbau von Kartoffeln, Getreide und Futterrüben. Letztere werden an die Kühe und Hühner verfüttert, und auch das Getreide fließt in die hofeigene Futtermischung ein.

Die vielseitige Ausrichtung des Hofes - Ackerbau, Mutterkuhhaltung, Hühnerhaltung und Bullenmast - ermöglicht die Berücksichtigung der natürlichen Gegebenheiten durch Klima und Boden.

Mit der Fruchtfolge, der Abfolge der Nutzpflanzenarten, die er im Ablauf der Vegetationsperiode und der Jahre anbaut, nimmt Heiner Wening Einfluss auf den Mineralstoffhaushalt des Bodens. Zu einer optimalen Versorgung mit Nähr- und Mineralstoffen und einer guten Durchwurzelung trägt der Anbau von Hülsenfrüchten bei.

Eine besondere Rolle spielt im ökologischen Landbau die Abstimmung des Tierbestands auf die landwirtschaftlich genutzte Fläche. Ein Teil des Erntegutes dient als Futter, und der Dung der Tiere dem Boden als Nährstoffquelle. So entsteht ein natürlicher Kreislauf zwischen Boden, Tier- und Pflanzenbestand.

Betriebsleiter sortiert Eier
Sortieren und abpacken vor Ort: So ist eine transparente Herkunft der Eier gewährleistet.
Auslauf Tretmiststall
Die Bullen stehen auf Stroh; auch sie verfügen über einen ganzjährigen Auslauf ins Freie.
Betriebsleiter in Kartoffellager
Ausgezeichnete Auswahl: Blauer Schwede und Rote Emma bedienen den individuellen Geschmack.

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Rote Emma und Blaue Schweden im Aufwind

Betriebsleiter neben Pflug
Dem Beikraut begegnet Wening mit Schälpflug und Löffelegge, nicht selten auch mit der Hand.

Im Ackerbau profitiert Betriebsleiter Wening von den überwiegend hochwertigen Böden. Den sandigen Lehm zeichnen sein Wasserhaltevermögen und eine hohe Nährstoffversorgung aus. Er eignet sich bestens als Standort für den Kartoffelbau und lässt auch Wenings Frühkartoffeln in gut durchlüftetem Boden optimal gedeihen.

Eine Besonderheit des Betriebes ist der Anbau von alten Getreide- und Kartoffelsorten. Emmer beispielsweise zählt zu den ältesten kultivierten Weizenformen und war einst sogar die wichtigste Getreideart hierzulande. Er wird in der Bierherstellung und für Vollkornbackwaren eingesetzt.

Ein Faible hat Heiner Wening für alte Kartoffelsorten. Zu seinem Repertoire gehören Bamberger Hörnchen, Blaue Schweden, Rosalinde und die Rote Emma - Sorten, die trotz ihres individuellen Geschmacks gemeinhin nicht mehr angebaut werden.

Eine Mischsaat von Hülsenfrüchten und Gras ("Landsberger Gemenge"), die über die vegetationsarme Zeit - insbesondere im Winter - angebaut wird, verhindert die Auswaschung von Nährstoffen in tiefer gelegene Bodenschichten.

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Kontrollierte Bio-Produkte, denen Sie vertrauen können

Wie jeder ökologisch wirtschaftende Betrieb wird auch der Naturland Hof der Familie Wening mindestens einmal jährlich auf die Einhaltung der EG-Öko-Verordnung und zusätzlich der Naturland Verbandsrichtlinien überprüft. Diese Kontrollen führt eine unabhängige, staatlich zugelassene Kontrollstelle durch, bei der dieser Betrieb unter der Kontrollnummer D-NW-005-4003-AD geführt wird.

Weitere Informationen:


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