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Berichte von Naturland Veranstaltungen

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Wie wirtschaftlich ist mein Ökobetrieb

Das von Naturland in Kooperation mit Bioland und er LLFG organsierte Praxisseminar „Wie wirtschaftlich ist mein Ökobetrieb“ fand am 19. Oktober 2011 in Bernburg statt.

Die Vorträge der Referenten finden Sie hier:

 Dr. Roland Richter

 Wilfried Dreyer

 Dirk Werner

 


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Grubbertage in Zettlitz (Oberfranken), Ochsenhausen (Schwaben) und Thalmassing (Oberpfalz)

Foto: Hans Holland

Herausforderungen und Grenzen der  Stoppelbearbeitung und beim Kleegrasumbruch

Zu Grubbertagen hatte Naturland in Zettlitz und Thalmassing, sowie gemeinsam mit Bioland in Ochsenhausen eingeladen. In seinem Vortrag zu Stoppelbearbeitung ging Prof. Dr. Knut Schmidtke von der Universität Dresden auf die Ziele und Methoden, aber auch auf die Grenzen der Stoppelbearbeitung im ökologischen Landbau ein. Auf der Grundlage verschiedener mehrjähriger Forschungsergebnisse zeigte er auf, daß der Einfluß der Stoppelbearbeitung insbesondere auf Samenunkräuter oft nur begrenzt ist. Dabei seien möglichst flache Einarbeitung und angepaßte Rückverfestigung zur Schaffung guter Keimbedingungen wichtig. Hinsichtlich der Wurzelunkräuter wies Prof. Schmidtke auf die Bedeutung eines ganzflächigen und  exakten Grubberschnittes hin. Um das Wiederanwachsen abgetrennter Unkrautausläufer und –wurzeln möglichst zu verhindern, sei neben trockener Witterung eine wiederkehrende Bearbeitung entscheidend. Wenn dies gewährleistet werden könne, sei neben dem Grubber mit Gänsefuß- oder Flügelschar auch die im Ökolandbau bisher eher kritisch betrachtete Kurzscheibenegge einsetzbar.

Die jeweils zwischen 60 und 80 Besucher eines jeden Grubbertages konnten sich nach dem Fachvortrag bei der Praxisvorführung auf dem Stoppelacker ein eigenes Bild von verschiedenen Geräten machen. Es kamen traditionelle Flügelschar und Doppelherzschar- Grubber wie von Horsch, Dalbo, Kverneland, Pöttinger und Güttler zu Einsatz. Spezial Grubber wie der Vibrocat von EUM und Treffler, ein Eigenbau von Friedrich Ehrlicher, der Stoppelhobel von Zobel und die Heko Ringschneide rundeten den Einsatz ab. In Ochsenhausen wurden außerdem Kurzscheibeneggen (Pöttinger, Amazone) verglichen. Sehr aufschlußreich war hierbei jeweils der „Blick in den Boden“, kommentiert durch Prof. Schmidtke. Das Augenmerk lag jeweils auf der ganzflächigen Bearbeitung, der Ausformung des Bearbeitungshorizontes bzw. der Rauigkeit und der Einarbeitung des organischen Materials. Bodendruck, Zugkraftbedarf und Kosten wurden auch in der Diskussion intensiv besprochen.

 

Vortrag zum Nachlesen:

Prof. Dr. agr. Knut Schmidtke, Universität Dresden
 Herausforderungen und Grenzen bei der Stoppelbearbeitung und dem Kleegrasumbruch im ökologischen Landbau

 

 Bilder von den Grubbertagen

 

 Hans Holland, Naturlandhof in Ochsenhausen

Anja Baumert, Naturland Fachberaterin

 


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Striegeltage in der Oberpfalz

Optimierung des Striegeleinsatzes zur Unkrautreguliegung -  zwei Feldtage in der Oberpfalz am 14. und 22.Mai

Mit Freude und Skepsis wurden die drohenden Regenwolken am 14.Mai in Lupburg und auch eine Woche später in Preppach beobachtet. Waren sie nach Wochen der Trockenheit in der Oberpfalz heiß ersehnt und gleichzeitig drohten sie doch die Praxisvorführungen der Striegel ins Wasser fallen zu lassen. Auf den gut besuchten Feldtagen interessierten sich alle „Generationen“ von Öko Landwirte für die Fachveranstaltung rund um die Unkrautregulierung durch den Striegel. Häufig gestellte Fragen nach dem idealen Einsatztermin und dem geeignetsten Striegel- Bautyp wurden besprochen.  Prof Knut Schmidtke von der Universität Dresden stellte aktuelle Untersuchungen zur Optimierung des Striegeleinsatzes vor. Der Vortrag kann hier nach gelesen werden. In Praxisvorführungen wurden je ein Einböck triegel und Grünland striegel, ein Treffler Gerät, die Yetter Hacke und die Annaburger Rollhacke vorgeführt und bewertet.

Anja Baumert, Naturland Fachberatung


Vorträge zum Nachlesen:

Prof. Dr. agr. Knut Schmidtke, Universität Dresden
 Optimierung des Striegeleinsatzes zur Unkrautreguliegung

 


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Ackerbautagung Nord-Ost am 28.02.2011, Seddiner See

Den Boden schützen

Naturland Ackerbautag in Seddin hatte Boden und Nährstoffversorgung als Schwerpunkt

„Boden“ war das Wort, das die gut 80 Teilnehmer während der Naturland Ackerbautagung in Seddin am häufigsten hörten. Neben der richtigen Nährstoffversorgung ging es darum, Bodenfurchtbarkeit durch Zwischenfrüchte, mit reduzierter Bodenbearbeitung und Terra Preta gezielt aufzubauen.
Christoph Felgentreu von der DSV sieht das Bodenleben als wichtigsten Helfer des Landwirts, um anhaltend hohe Erträge abzusichern: „Wenn das  Bodenleben gut ernährt wird, behält der Boden seine natürliche Fähigkeit Nährstoffe und Wasser zu speichern und bereitzustellen.“ Dazu sind Zwischenfrüchte besonders wichtig. Sie können aktiv Nährstoffe durch ihr Wachstum konservieren, die dem Kreislauf auf dem Feld weitgehend erhalten bleiben.
Prof. Dr. Bruno Glaser vom Institut für Agrar- und Ernährungswissenschaften der Universität Halle-Wittenberg präsentierte seinen aktuellen Forschungsstand zu den Indianerschwarzerden Amazoniens. Die Terra Preta ist anthropogenen Ursprungs: Sie entwickelte sich durch Oxidation verkohlter Biomasse, die sich zusammen mit anderen nährstoffreichen Abfällen durch mikrobielle Umwandlungen (Kompostierung) mit den Tonteilchen des ursprünglichen Bodens verbinden. Die „Schwarzen Erden“, wie die Terra Preta auch genannt wird, sind sehr fruchtbar und haben hohe Kohlenstoff-, Nährstoff- und Wasserspeicherkapazitäten. „Unser Ansatz ist, durch spezielle technische Verfahren erneuerbare Energie zu gewinnen und über kompostierte Holzkohle die Bodenfruchtbarkeit langfristig zu erhöhen. Dadurch könnten weltweit stark degradierte Böden nachhaltig aufgewertet werden“, erklärte Glaser. „Ein weiterer Positiveffekt im Kampf gegen den Klimawandel ist, dass dadurch Kohlendioxid aus der Luft über lange Zeit (Jahrtausende) in die Böden eingelagert werden könnte“, so der Wissenschaftler weiter.
Darüber hinaus informierten Dr. Harriet Gruber von der LFA Mecklenburg-Vorpommern und Herbert Molitor (Naturkalk BDG) über gezielte Düngung im Ökolandbau. 
Wernfried Koch von der LLFG Sachsen-Anhalt führt in das Thema „Pflanzenstärkungsmittel“ ein und stellte Versuche der vergangenen Jahre dazu vor. Qualitätsdifferenzierte Getreideernte“
Hilke Risius, von der Humboldt-Universität zu Berlin machte deutlich, wie mit Hilfe von Technik Qualitäten bei Getreide direkt auf dem Mähdrescher getrennt werden können. Die Maschine ist zwar noch nicht marktreif, wäre jedoch für den Ökolandbau ein echter Gewinn.

Vorträge zum Nachlesen:

Christoph Felgentreu, DSV
 Bodenfruchtbarkeit im Betrieb erwirtschaften

Wernfried Koch, Dezernent für ökol. Landbau, LLFG Saschsen-Anhalt, Bernburg
 Pflanzenstärkungsmittel & Co - Nützen sie wirklich?

Andreas Höfer, Naturland Fachberatung
 Schadensbegrenzung: Optimale Lösungsstrategien für die verunglückte Herbsteinsaat 2010

Dr. Harriet Gruber, Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei, Gülzow
 Düngung von Grundnährstoffen

Herbert Molitor, Naturkalk BDG
 Kalkversorgung v.a. auf leichteren Standorten im ökologischen Landbau

Prof. Dr. Bruno Glaser, Martin Luther Universität Halle-Wittenberg
Terra Preta - Indianerschwarzerden Amazoniens - technische Umsetzungen für den Ökolandbau
 Teil 1
 Teil 2
 Teil 3

Hilke Risius, Humboldt-Universität zu Berlin, Landwirtschaftlich-Gärtnerische Fakultät, FG Biosystemtechnik
 Qualitätsdifferenzierte Getriedeernte


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Süddeutscher Milchviehtag am 09.02.2011 in Irschenberg

Überwältigender Ansturm zur 6. Süddeutschen Milchviehtagung am Irschenberg

Fast schon traditionell könnte man die alljährliche Naturland Fachtagung für Milchviehbetriebe am Irschenberg nennen. Und wie es sich für Traditionsveranstaltungen gehört, mehren sich jedes Jahr die Besucherzahlen. So war es gut, dass wir nach dem großen Ansturm 2010 ins Trachtenheim umgezogen sind, wo die knapp 150 Zuhörer an 5 Tischreihen ausreichend Platz fanden.

Das vielfältige Programm eröffnete Herr Pelzer von der Landwirtschaftskammer Nordrheinwestfalen einem ausführlichen äußerst praxisnahen Referat zum Thema Kuhkomfort. Das Augenmerk lag dabei auf der Gestaltung und den richtigen Maßen der Liegeboxen. Zahlreiche Photos aus der Praxis und Ergebnisse aus langjährigen Versuchsanstellungen auf Haus Düsse belegten seine  Argumente. Die anschließende halbstündige Diskussion hätte leicht noch länger gehen können. Den Vormittag vervollständigte der Naturland Fütterungsexperte Elsasser mit seinen Ausführungen zur Mineralstofffütterung. Grundlage jeder Mineralstoffstrategie ist das eigene Grundfutter und das Leistungsniveau. Daran müssen lt. Elsasser alle anderen Fragen (Menge und Form) anknüpfen. Neben den Mengenelementen kamen auch die Spurenelemente zur Diskussion. Elsasser bewies in seinem Vortrag wie selbst ein eigentlich trockenes Thema  kurz vor dem Mittagessen konzentriertes Zuhören schafft wenn Praxisnähe spürbar wird. Die Nachmittagssektion eröffnete der emeritierte Prof. Wirtleitner aus dem benachbarten Salzburger Land mit seinem Referat zum Thema Heutrocknung. Zahlreiche Photos aus der Praxis  begleiteten den notwendigen Tiefgang in die Systemtechnik. Etwas zu kurz kam der ökonomische Vergleich mit den bekannten Konservierungsketten. Unbestreitbar ist die hohe Futterqualität die aus der tendenziell bodenunabhängigen Heutrocknung resultiert. In der Diskussion wurde deutlich dass die Praxisnähe in Exkursionen vertieft werden muss. Wie jedes Jahr gab es auch heuer wieder einen Marktteil. Naturland Fachberater Dr. Manusch zeigte neben den aktuellen Zahlen aus 2010 einen Rückblick bis ins Jahr 2005 aus dem ersichtlich wurde welche Molkereien langfristig die besten Preise zahlen und nicht nur durch einmalige Spitzenpositionen im monatlichem Milchpreisvergleich Aufmerksamkeit erzielen. Dabei taucht an vorderster Stelle der langjährige Naturland Partner Milchwerke Berchtesgadener Land auf, die seit 2010 auch als eine der ersten Naturland zertifizierten Verarbeiter auch wegen der guten Erzeugerpreise die nationale Fair-Zertifizierung erhalten haben. Letzter Programmpunkt war das Thema „Winterausläufe in der Anbindehaltung ökologisch wirtschaftender Milchviehberiebe“. Naturland Fachberater Scholz zeigte anhand zahlreicher Beispiele aus langjähriger Praxiserprobung in der Schweiz und seit diesem Winter auch im Chiemgau wie und wie gut das funktionieren kann und dass die Skepsis gegen über diesem System schnell verfliegt, wenn man es gut umsetzt.

Vorträge zum Nachlesen:

Dr. Pelzer, Haus Düsse
 Tiergesundheit (Kuhkomfort und Liegeboxenhaltung)
 Merkblatt

Anton Elsasser, Naturland Fachberatung
 Fütterung (Mineralfutter, Luxus oder Notwendigkeit?)

Prof. Wirtleitner aus Österreich
 Heutrocknung (aktueller Stand der Technik - Kosten und Arbeitswirtschaft)

Dr. Peter Manusch, Naturland Fachberatung
 Milchmarkt (Rückblick 2010 und aktuelle Situation)

Stephan Scholz, Naturland Fachberatung
 Laufhöfe in der Anbindehaltung (Winterausläufe im Chiemgau und Exkursionsbericht aus der Schweiz)


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Ackerbautagung am 19./20.01.2011 in Erdweg

Vorträge zum Nachlesen:

Prof. Ulrich Köpke, Universität Bonn
Ökologischer Ackerbau im Spannungsfeld von Nährstoffversorgung, Bodenbearbeitung und Klimaschutz
 Teil 1
 Teil 2
 Teil 3

Andreas Gattinger, FIBL Schweiz
Ökologischer Landbau und Klimaschutz
 Teil 1
 Teil 2

Werner Vogt-Kaute, Naturland Fachberatung
 Ökologischer Ackerbau auf Präriestandorten Nordamerikas

Thorsten Haase, Gesamthochschule Kassel-Witzenhausen
Regulierung der Ackerkratzdistel durch Bodenbearbeitung?
 Teil 1
 Teil 2

Christoph Felgentreu, DSV Lippstadt
Bodenfruchtbarkeit im Betrieb erwirtschaften
 Teil 1
 Teil 2
 Teil 3
 Teil 4

Anja Baumert, Naturland Fachberatung
 Erfahrungen im Anbau von Sojabohnen 2010

Walter Klingenbrunner, Öko-Landwirt in Österreich und Betreiber einer Kompostanlage, Günter Neder, Naturland Landwirt
 Dezentrale Kompostierung


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Biogas Tagung am 07.12.2010 in Fürstenfeldbruck

In den vergangenen Jahren interessierten sich zahlreiche Ökobetriebe für die Nutzung von Biogas. Sind 100% Kleegrasanlagen möglich? Welche Erfahrungen machen Biogasanlagenbetreiber mit der Erzeugung erneuerbarer Energien im ökologischen Landbau? Wie verändern sich die politischen Rahmenbedingungen? Wo geht die Reise hin?

Ziel dieses Treffens war die Schaffung einer Plattform für Biogasanlagenbetreiber und Biogasinteressierten im ökologischen Landbau. Es ging um ein gegenseitiges Kennenlernen, Erfahrungs- und Wissensaustausch und das Arbeiten an ökospezifischen Fragen rund um das Thema Biogas mit der Unterstützung der Bioland Beratung GmbH und der Naturland Fachberatung.

 

Vorträge zum Nachlesen:

Torsten Siegmeier, Uni Kassel, FB Ökologische Agrarwissenschaften
 Oeko-Biogasmonitoring: Stand der Biogasnutzung im Oeko-Landbau

Thorsten Grantner - OmniCert GmbH, Umweltgutachter
 Status quo und Zukunft des Landschaftspflege Bonus

Naturschutzstandards Erneuerbare Energien
 Konkretisierung des "Landschaftspflegebegriffs" im Hinblick auf die Vergütung des Landschaftspflegebonus

Manuel Maciejczyk, Fachverband Biogas
 Stand der Diskussion zur EEG-Novelle 2012 im Bereich Biogas

Max Kainz, Technische Universität München
 Biogas im Oekolandbau - Integration von Duengung und Fruchtfolge

Eberhard Räder, Naturland Landwirt
 Oeko Biogasgemeinschaftsanlage in Unterfranken


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23.11.2010: Naturland Legehennen-Seminar in Ulm-Lehr

Am 23.11.2010 fand wieder das Naturland Legehennen-Seminar in Ulm-Lehr statt. Das Programm war dieses Mal in zwei Blöcke geteilt: zum einen referierte Prof.  Michael Grashorn von der Uni Hohenheim über Ei-Qualitäten und deren Beeinflussbarkeit im ökologischen Landbau. Es zeigte sich einmal mehr, dass einige äußere Qualitätsmerkmale relativ einfach zu erreichen sind, die Beeinflussung innerer Eieigenschaften, wie z.B. Eifarbe, dagegen mehr Aufwand benötigen. In seinem zweiten Vortrag ging Prof. Grashorn auf die Fütterung ökologischer Legehennen ein und legte einen besonderen Schwerpunkt auf die ab dem 01.01.2012 geltende Richtlinie, die die 100% Öko-Fütterung der Legehennen vorsieht. Erwartungsgemäß entspannte sich zu diesem Punkt eine Diskussion, die im wesentlichen von der Sorge getragen war, ob die momentan verfügbaren Öko-Eiweißfuttermittel bei der dann erhöhten Nachfrage ausreichen. Einig war man sich, dass insbesondere bei der Aufzucht von Junghennen und beim Mastgeflügel der dringlichste Bedarf an hochwertigen Eiweißträgern besteht.    

Der zweite Teil des Seminares befasste sich mit aktuellen Richtlinienänderungen im Junghennen- und Legehennenbereich, die von den Naturland Beratern Werner Vogt-Kaute und Martin Bär vorgestellt wurden.

Vorträge zum Nachlesen:

Martin Bär (Naturland Fachberatung):
 Beschlüsse der Kontrollbehörden im Bereich Ökologische Geflügelhaltung (pdf-Datei, 240 KB)

Werner Vogt-Kaute (Naturland Fachberatung):
 Aktuelle Richtlinienänderungen im Junghennen- und Legehennenbereich (pdf-Datei, 1,4 MB)

Prof. Michael Grashorn (Uni Hohenheim):
 Ei-Qualitäten und deren Beeinflussbarkeit im ökologischen Landbau (pdf-Datei, 2,8 MB)

Prof. Michael Grashorn (Uni Hohenheim):
 Fütterung ökologischer Legehennen (pdf-Datei, 370 KB)

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10.11.2010: Exkursion im Chiemgau

Serie Anbindehaltung nach 2013 – einfache und kostengünstige Umbaulösungen

Exkursion im Chiemgau 10.11.2010 mit großer Resonanz
Mehr als 30 Naturland Bäuerinnen und Bauern fanden sich am frühen Morgen des 10. November zur Lehrfahrt durch den Chiemgau ein. Besucht wurden fünf Betriebe mit sehr unterschiedlichen Lösungen bei Kuhzahlen zwischen 12 und 25 Kühen. Vom kompletten Umbau bis zur speziellen Auslauflösung war alles dabei. Ziel der Busfahrt war es, den Teilnehmern eine möglichst breite Palette an Lösungen aufzuzeigen, wie mit relativ geringem Aufwand die Umsetzung der Vorgaben der EU-VO bis spätestens 2013 gelöst werden kann. Im Vordergrund standen im Gegensatz zur Exkursion im März (zu Winterausläufen – siehe NN 2-2010) diesmal Umbaulösungen, die in einen Laufstall münden. Im Folgenden sind die Beispiele einzeln beschrieben. Weitere Infos (Photos, Grundrisspläne und so weiter) finden Sie im Internet unter www.naturland.de/naturland_veranstaltungen.html. Dort sind neben den hier vorgestellten Betrieben weitere interessante Umbaulösungen in Form von Betriebsdatenblättern aufgeführt.

Betrieb 1:  Die Low-input-Lösung – Familie Häuslschmid in Übersee am Chiemsee               
Seit dem Jahr 2005 befinden sich die Kühe in einem einfachen Außenklimastall, der in Selbstbauweise aus Holz gezimmert wurde. Damit wurden 17 einreihige Liegeboxen geschaffen. Die Kühe sind also ganzjährig draußen, im Sommer mit direktem Zugang zur Weide, im Winter fressen sie aus den beiden überdachten Futterraufen, die auf der Güllegrube bzw. einer erweiterten Betonplatte stehen. Gemolken wird im unverändert gelassenen Altgebäude mit Rohrmelkanlage. Für das Jungvieh und die Abkalber entstand 2009 ein einfacher separater Tiefstreustall. Durch die Veränderung wuchs die Herde von 14 auf 17 Kühe. Die Investitionssumme in Höhe von knapp 12.000 Euro (circa 700 Euro /Kuhplatz) wurde alleine durch den Mehrgewinn aus der Aufstockung in einem Jahr erwirtschaftet. Der Betriebsleiter, der im Hauptberuf eine Zimmerei betreibt, nennt als Gründe für den Stallumbau Arbeitserleichterung und Tiergesundheit. Beide angestrebten Ziele haben sich in den nunmehr fünf Jahren bewahrheitet. Für den Betriebsleiter ist eine Rückkehr zum alten System unvorstellbar. Die Kühe haben sich sehr schnell an das System gewöhnt. Die circa 30 m Weg zum Melken werden bei Bedarf Schneefrei gehalten. Die Arbeitszeit neben der Melkarbeit beträgt täglich circa 30 Minuten. Dabei wird  die planbefestigte Lauffläche jeweils  während dem Melken mit dem Frontlader abgeschoben und die Futterraufen mit Silo- und Heurundballen bestückt.
 Betriebsblatt Haeuslschmid (pdf-Datei, 287 kB)

Betrieb 2:  Die schrittweise Lösung – Familie Kröger  in Otting
Bereits 1993 wurde das Jungvieh ausgelagert in einen einfachen Tretmist-Anbau. 2002 wurde dann für das Milchvieh eine separate Liegehalle mit befestigtem Auslauf auf der Westseite des Altgebäudes errichtet. Dadurch konnten jetzt statt der vorher 22 Kühe bis zu fünf Tiere mehr gehalten werden. Die einreihigen Anbindeplätze wurden zunächst für das Jungvieh und zum Melken an der Rohrmelkanalage genutzt. Der letzte Bauabschnitt erfolgte dann 2006 mit dem Melkstand-Anbau im Altgebäude (Side by Side 2*3). Von dort gehen die Kühe direkt zum Fressen in das Altgebäude mit befahrbarem Futtertisch. Die Kühe und deren Tiefboxen waren in einem sehr gepflegten Zustand – anscheinend tut ihnen der Aussenklimastall und die viele Bewegung gut. Die Gründe für den Umbau waren Tiergesundheit, Arbeitserleichterung bei der Melkarbeit und Weideschonung. Mit circa 2.100 Euro lagen die gesamten Umbaukosten je Kuhplatz sehr niedrig – der größte Anteil der insgesamt circa 65.000 Euro ging mit circa 2/3 für den Melkstand drauf. Die Investitionen haben sich aber längst bezahlt gemacht. Die Amortisationszeit lag bei maximal drei 3 Jahren. Außerdem waren für die Umstellung auf Öko keine weiteren Investitionen notwendig und die Mehreinnahmen konnten komplett in den Betriebsgewinn fließen. Der Betrieb wirtschaftet seit 1.1.2008 nach den Naturland Richtlinien und betreibt seitdem auch wieder Weidegang nach dem System der Kurzrasenweide.
<media 8712>Betriebsblatt Kroeger</media>

Betrieb 3:  Die unkonventionelle Lösung – Familie Thanbichler in Teisendorf      
Als der Betriebsleiter im Jahr 1998 – ein Jahr vor der Umstellung – wegen Knieproblemen das Melkhaus an den Anbindestall anbaute, dachte noch niemand an die Auflagen der EU-VO zur  Anbindehaltung. Als weitere Nebeneffekte dachte man aber wohl damals schon an die tägliche Bewegung der Tiere auch im Winter und wollte außerdem die Milchqualität verbessern. Heute ermelken die 21 Kühe, die weiterhin im Winter in Anbindehaltung stehen mehr als 100.000 Liter ohne ein Gramm Kraftfutter. Dass Tiere und Betriebsleiter auch ohne Laufstall sehr gut zu Recht kommen können und dabei den Bedürfnissen der Rinder weitgehend Rechnung getragen wird, zeigt dieses Beispiel. Anfang November  2010 wurde zur Erfüllung der Auflage „Kleinbetrieb nach § 39 ab 01.01.2011“ dem Melkstand ein Auslauf vorgeschaltet. In diesem Wartebereich hält sich die Herde jetzt auch im Winter zweimal täglich vor dem Melken auf, so dass der wöchentliche zweimalige Auslauf von je eine Stunde mehr als erfüllt wird. Tagsüber kann der Auslauf für die maximal sechs Jungrinder genutzt werden, die auch noch in Anbindehaltung stehen. Mit seinerzeit circa 40.000 DM wurde ein komfortabler Arbeitsplatz geschaffen. Der circa 100 m² große Auslauf wurde mit knapp 3.000 Euro fertig gestellt. Eine seltene, aber durchaus interessante Lösung für einen Kleinbetrieb.
<media 8716>Betriebsblatt Thanbichler</media>

Betrieb 4:  Die ausbaufähige Jungviehlösung – Familie Irlacher in Anger
Die Familie Irlacher zieht seit der Umstellung im Jahr 2002 das Jungvieh für einen nahen gelegenen Naturland Milchviehbetrieb auf. Sämtliche Jungrinder sind mindestens ein halbes Jahr im Weidegang auf den hofnahen, voll arrondierten Flächen und auf der Alm. Der Ende Oktober fertig gestellte Umbau war notwendig geworden, weil  der „Winterauslauf“ mit dem Jungvieh keine Option darstellte. Außerdem wollte man die Tierhaltung deutlich verbessern, das Jungvieh früh an den Laufstall gewöhnen und die Arbeitswirtschaft sollte optimiert werden.  Aus dem einreihigen Anbindestall mit nicht befahrbarem Futtertisch wurde in relativ kurzer Bauzeit ein Boxenlaufstall ebenfalls einreihig mit Spalten errichtet. Dazu wurden die Hochboxen auf den Futtertisch verlegt und der komplette Laufbereich als Güllekeller ausgelegt. Die Westwand wurde herausgebrochen und ein außenliegender Futtertisch mit einfacher Holzeinhausung angebaut. Die Kälber und das jüngere Jungvieh waren schon vorher in einem Laufbereich mit Liegeboxen im hinteren Stallteil untergebracht. Durch den Umbau sind 18 Liegeplätze entstanden. Diese Umbaulösung ist genauso für einen kleinen Milchviehbetrieb mit oder ohne Jungvieh denkbar, zum Beispiel mit angebautem Melkhaus wie auf dem Betrieb Thanbichler. Die Umbaukosten konnten mit knapp 20.000 Euro beziehungsweise etwas über 1.000 Euro je Stallplatz sehr gering gehalten werden. Denkt man das Beispiel für einen Milchviehbetrieb, müssen circa 30.000 Euro für einen Melkhausanbau dazu gerechnet werden.
<media 8653>Betriebsblatt Irlacher</media>

Betrieb 5:  Die kleine Lösung für alle Fälle – Familie Lobensommer in Surberg 

Als sich die Familie Anfang 2008 für die Umstellung auf die ökologische Wirtschaftsweise entschied, war schnell klar, dass man mit der Anbindehaltung im alten, arbeitswirtschaftlich ungünstigen Altgebäude so nicht weiter machen konnte und wollte. Die Weideflächen auf anmoorigen Standorten machten eine Lösung notwendig, mit der auch im Sommerhalbjahr zeitweise auf den Weidegang verzichtet werden kann. So entstand der Anbau einer Liegehalle mit ganzjährig begehbarem Auslauf (Fläche insgesamt mindestens 10,5 m² Tierplatz) zur Schaffung von 15 Kuhplätzen mit befahrbarem Futtertisch. Der gesamte Laufbereich im Anbau  ist mit Güllekeller und Spalten ausgeführt, was zum höchsten Kostenposten geführt hat, aber dem Betriebsleiter das Ziel bessere Arbeitswirtschaft ein großes Stück näher gebracht hat. Für die noch in Anbindung befindlichen sechs Jungziere entsteht gerade noch ein kleiner Laufbereich im Altgebäude. Die Aufstockungsoption auf 15 Kühe wird bislang nicht genutzt. Der Betrieb setzt kein Kraftfutter ein. Bezeichnend ist, dass durch den Umbau die Herdenleistung von 4.500 auf 5.000 Liter anstieg. So ermelken jetzt zehn statt der vorher zwölf Kühe die kleine Quote des Nebenerwerbsbetriebes.  Gemolken wird weiterhin im alten Anbindestand mit Rohrmelkanlage in circa 25 Minuten. Auf die möglichen 15 Kühe hochgerechnet hat der Anbau je Kuhplatz inclusive des noch unfertigen Jungviehbereichs 2.300 Euro gekostet. Nicht schlecht, wenn man bedenkt, dass hier ein großzügiger Laufstall mit Auslauf entstanden ist und die Kosten je Tier bei derart kleinen Herdengrößen schnell in die Höhe klettern. Selbst ohne Nutzung der Aufstockungsoption haben sich die Gesamtkosten in knapp 2,5 Jahren amortisiert, weil die Milchleistung ohne zusätzliche Futterkosten gestiegen ist und durch den Umbau deutliche Mehreinnahmen aus der Öko-Milchproduktion zur Verfügung stehen.
<media 8655>Betriebsblatt Lobensommer</media>

Übertragbarkeit und Fazit
Einmal mehr zeigte sich, dass jeder Betrieb zur Behebung der Auflagen der Anbindehaltung im Öko-Landbau seine ganz eigene, individuelle Lösung braucht und finden kann. Dabei spielt der Standort eine nicht unwesentliche Rolle – Platz zur Ausweitung, vorhandene Nachbarbebauung und Geländelage können Hindernisse sein, die nicht alle theoretischen Möglichkeiten oder Wünsche realisieren lassen. Bei drei der aufgezeigten Betriebe war die Gemeinsamkeit, dass im Altgebäude gemolken wird, bei den anderen beiden Betrieben wurde das Melkhaus direkt an das Altgebäude angebaut. Die Kosten für die besichtigten Lösungen lagen zwischen 600 und 2.400 Euro je Kuhplatz. Bei Aufstockungen um bis zu fünf Tiere betragen die Amortisationszeiten der besichtigten Beispiele maximal drei Jahre. Das sollte auch die Zielgröße für alle Betriebe sein, die sich mit derartigen Lösungsansätzen beschäftigen. Alle besuchten Umbaulösungen wurden in relativ kurzer Bauzeit nahezu ohne Fremdarbeitskräfte, aber mit bis zu 500 Eigenleistungsstunden realisiert. Die Rückmeldungen durch die Teilnehmer waren rundum positiv. Gerade bei Umbaulösungen sollte man sich möglichst viele Beispiele  anschauen und genug Vorlaufzeit für eine gelungen Umsetzung einplanen. Viele Teilnehmer waren bereits im Frühjahr dabei, als wir uns Winterausläufe angeschaut hatten. Gemeinsam mit der Naturland Beratung, die allen Mitgliedsbetrieben jederzeit und gerne hilfreich zur Seite steht, werden diese Betriebe sicher bald ihre Lösung gefunden haben.

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Öko-Soja Tag am 05.10.2010 in Kissing

Öko-Soja: Anbau und Verarbeitung
ab 2012 sind auch in der Ökogeflügel- und Ökoschweinefütterung 100% Biokomponenten erforderlich. Ein Augenmerk liegt in der Verstärkung des Ökosojaanbau, -verarbeitung und -verfütterung.

Vorträge zum Nachlesen:

Anja Baumert, Naturland Fachberatung
 Soja Anbau

Ludwig Asam, Naturland Hof Asam
 Aufbereitung von heimischen Sojabohnen und deren regionale Vermarktung

Bernhard Mayr, Saatzucht Donau und Dr. Gladysz Christian, Saatbau Linz
 Zuchtziele im Öko Soja: Die Entwicklung in den nächsten Jahren

Ewald Pieringer, Naturland Fachberatung
 Zukünftige Bedeutung von Sojaprodukten in der Ökofütterung in Süddeutschland


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Potato Europ, am 08.+ 09. September 2010

Vorträge zum Nachlesen:

Martin Trieschmann, Öko-BeratungsGesellschaft mbH
 Erfolgreich Öko-Kartoffeln anbauen, was ist zu beachten?


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Naturland Boden-Seminar in Ochsenhausen am 30.3.2010

Wer ökologischen Ackerbau erfolgreich betreiben will, sollte mit den Standortvoraussetzungen seiner Flächen vertraut sein. Die natürlichen Gegebenheiten stellen den Rahmen für die Erzeugung von ökologischen Ackerfrüchten dar, Maßnahmen wie Kulturenwahl, Bodenbearbeitung, Bearbeitungszeitpunkte oder Düngung werden von den Bedingungen des Standorts beeinflusst. Zwei wichtige Faktoren zur Einschätzung des Standorts sind einerseits die generelle Kenntnis des Bodentyps und andererseits die Kenntnis der Bodenbeschaffenheit im Bearbeitungshorizont. Beim Naturland Boden-Seminar auf dem Hofgut Holland in Ochsenhausen wurde deshalb unter Anleitung von Prof. Müller und Dr. Zikeli von der Uni Hohenheim die Ansprache eines Bodenprofils und die Spatendiagnose vorgestellt und geübt.

In einem weiteren Teil der Veranstaltung wurden Vorträge zur Nährstoffversorgung im ökologischen Landbau präsentiert. Prof. Müller referierte zur Phosphorversorgung im ökologischen Landbau und Dr. Mokry von der LTZ Augustenberg gab einen allgemeinen Überblick zur Nährstoffversorgung im Öko-Landbau.  

Vorträge zum Nachlesen:

Dr. Markus Morky, LTZ Augustenberg
 „Bodenfruchtbarkeit und Nährstoffversorgung über Wirtschaftsdünger“ (pdf-Datei 5,08 MB)

Prof. Dr. Peter Müller
 „Phosphatversorgung im Ökolandbau“ (pdf-Datei 711 KB)


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Süddeutsche Milchviehhaltertagung am 08. Februar 2010

Am 8. Februar  2010 fand am Irschenberg die diesjährige Süddeutsche Milchviehhaltertagung von Naturland statt. Die Fachtagung beschäftigte sich im Schwerpunkt mit produktionstechnischen Fragen in der ökologischen Milchviehhaltung. Insbesondere bezogen sich die Referenten auf die Haltung, die Fütterung und die Tiergesundheit in der Milchviehhaltung. Die Veranstaltung wurde von den rund 140 Teilnehmern sehr gut aufgenommen und mit vielen interessanten Diskussionen bereichert. Frau Birgit Gnadl referierte zu den Möglichkeiten, Mastitis bei Rindern homöopathisch zu behandeln. Naturland Fachberater Anton Elsasser zeigte in seinem Vortrag Probleme und Lösungsmöglichkeiten bei schleichender Pansenacidose in der Fütterung auf. Tomás Sonntag von der Naturland Marktgesellschaft beschäftigte sich mit dem ökologischen Milchmarkt -  im turbulenten Jahr 2009, aktuell und in der Zukunft.  Den Abschluss der Tagung bildete der Themenkomplex „Stallbau“, da sich mit den auslaufenden Ausnahmegenehmigungen in 2010 und ab 2013 neue Anforderungen ergeben. Naturland Fachberater Norbert Bechteler berichtete dazu über die neuen Anforderungen im Stallbau in Bezug auf Anbindehaltung und den künftig obligatorischen Winterauslauf, der heftig diskutiert wurde. Ursula König von der Staatlichen Öko-Beratung Oberbayern stellte mögliche Förderungen im Hinblick auf die Stallbaumaßnahmen vor. Weitere Informationen finden Sie in den Präsentationen der Tagung, die Sie sich hier anschauen können.

Vorträge zum Nachlesen:

Birgit Gnadl, Tierheilpraktikerin und expertin für Homöopathie
 „Tiergesundheit - Mastitis homöopathisch behandeln“ (pdf-Datei 2,56 MB)

Anton Elsasser, Naturland Fachberatung
 „Fütterung - Probleme und Lösungen in der ökologischen Milchviehfütterung“ (pdf-Datei 711 KB)

Toma's Sonntag, Naturland Marktgesellschaft, Mitglied  Öko-Milchliefergemeinschaften Andechs und Piding
 „Öko-Milchmarkt - Rückblick auf 2009, Aktuelle Situation, Ausblick“ (pdf-Datei 1,26 MB)

Stephan Scholz, Naturland Fachberatung
 „Stallbau - Anforderungen an die Tierhaltung nach 2010/13: Anbindehaltung, Auslauf“ (pdf-Datei 609 KB)

 Ursula König, Staatliche Ökoberatung Oberbayern
 „Förderprogramme im Hinblick auf Stallbaumaßnahmen“ (pdf-Datei 230 KB)

 „Merkblatt zum Antrag auf Einzelbetriebliche Investitionsföderung (EIF)“ (pdf-Datei 56 KB)


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Naturland Ackerbautagung in Würzburg am 03./04. Februar 2010

Öko-Ackerbau: Alte Erfahrungen und neue Erkenntnisse

Auch der Öko-Landbau steht immer wieder vor neuen Fragen und Herausforderungen. Für viele liegt gerade darin ein nicht unerheblicher Teil des besonderen Reizes, den der Ökologische Ackerbau ausübt. Erfahrungsaustausch und Diskussion standen deshalb auch diesmal wieder im Vordergrund der Naturland Ackerbautagung.

Prof. Schmidtke von der Hochschule für Technik und Wirtschaft, Dresden, ging in seinem vielbeachteten Vortrag ausführlich auf viele interessante Aspekte im Anbau von Körnerleguminosen ein. Gerade wegen der hohen Bedeutung der Leguminosen für den Öko-Landbau müsse alles für deren optimales Wachstum getan werden. Hierbei seien insbesondere die erforderlichen Anbauabstände in der Fruchtfolge gewissenhaft einzuhalten. Auch der Zwischenfruchtanbau müsse darauf ausgerichtet werden: in einer Fruchtfolge mit Hauptfrucht-Erbsen sollten demnach Wicken und Lupinen möglichst gemieden werden. Auch dem Saatgut müsse besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden, da es durchaus potentieller Überträger der Erreger sein könne. Interessant waren auch seine Ausführungen zur Unkrautregulierung.

Topaktuell waren die Ausführungen zu Auswertungen aus dem Projekt „Ökologisch nachhaltiges Betriebsmanagement“, das an der TU München-Weihenstephan am Lehrstuhl von Prof. Dr. Hülsbergen in Kooperation mit dem Naturland Verband, der Hofpfisterei (München) sowie der Meyermühle (Landshut) bearbeitet wird. Hierbei werden die Daten der landwirtschaftlichen Erzeugung für eine umfassende und integrierte Produktökobilanz der Hofpfisterei in der gesamten Wertschöpfungskette von der Landwirtschaft über die Mühle bis zur Bäckerei erfasst und verrechnet.

Dritter Schwerpunkt der Ackerbau-Tagung war die Bodenbearbeitung. Frau Dr. Gruber aus Hohenheim stellte dabei Ergebnisse langjähriger Versuche vor. Zunächst stellte sie eine Versuchsreihe vor, die den Effekt der Stoppelbearbeitung auf Samen-Unkräuter zum Gegenstand hatte. Angesichts der klaren und eindeutigen Resultate aus den Hohenheimer Versuchen war der Praktikerbericht eines überzeugten Pfluglos-Vertreters auch unter Öko-Bedingungen umso erstaunlicher. U. Brede konnte mit der Erfahrung von 28 Jahren pflugloser Bewirtschaftung am Betrieb – davon inzwischen bereits 15 Jahre Öko - überzeugend darstellen, damit für seine Standortbedingungen und betrieblichen Voraussetzungen das richtige System gefunden zu haben. Ausführungen zum Weizensteinbrand, der aktuellen Marktlage und Ergebnisse aus einem Zwischenfruchtversuch rundeten die Tagung ab.

Vorträge zum Nachlesen:

Prof. Knut Schmidtke, Hochschule Dresden
 „Probleme und Lösungsansätze im Anbau von Körnerleguminosen, Erste Ergebnisse aus dem Projekt "Erhöhung der Bodenfruchtbarkeit" “ (pdf-Datei 7,50 MB)

Werner Vogt-Kaute, Naturland Fachberatung
 „Weizensteinbrand - Schrecken ohne Ende?“ (pdf-Datei 1,00 MB)

Christof Thoma, FH Teisendorf und Bernhard Schreyer, Gut Obbach
 „Zwischenfruchtversuch auf Gut Obbach“ (pdf-Datei 7,22 MB)

Franz Schulz, Versuchsbetrieb Gladbacher Hof, Uni Gießen
 „Anbau von Sojabohnen“ (pdf-Datei 8,94 MB)

 verschiedene Praktiker
 „Praxisberichte Anbau von Sojabohnen“ (pdf-Datei 641 KB)

Karsten Engelmann, Universität Weihenstephan
 „Ökologisch nachhaltiges Betriebsmanagement - einzelbetrieblich und global“ (pdf-Datei 1,37 MB)

Dr. Sabine Gruber, Universität Hohenheim
 „Bodenbearbeitungssysteme im Vergleich, Schwerpunkt Unkraut und Erträge“ (pdf-Datei 1,59 MB)

Uwe Brede, Knüllwald Hessen
 „Praxisberichte pfluglose Bodenbearbeitung“ (pdf-Datei 1,47 MB)


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Öko-Legehennen-Seminar in Ulm 2009

Eine erfreulich große Zahl an Teilnehmern fand sich in diesem Jahr bei der Naturland Legehennenveranstaltung in Ulm ein. Der Zuspruch lag sicherlich zum einen am interessanten Programm,  das mit dem Schwerpunkt Salmonellen ein aktuelles Thema traf. Zum anderen konnten auch einige Interessenten begrüßt werden, die die Gelegenheit wahrnehmen wollten, sich über den Einstieg in die ökologische Legehennenhaltung zu informieren.

Dr. J. Emele von Geflügelgesundheitsdienst in Aulendorf konnte den Zuhörern die rechtlichen Rahmenbedingungen der Salmonellen-Verordnung kompetent erläutern. Was wird konkret gefordert, was muss ich auf meinem Betrieb tun, waren die Fragen der Teilnehmer, auf die Dr. Emele fundiert Auskunft gab. Die Vorgaben der Verordnung bezüglich der Häufigkeit von Salmonellen-Befunden werden in Deutschland zwar leicht erreicht – allerdings ist ein positiver Befund für den betroffenen Betrieb wirtschaftlich eine Katastrophe.

Im Anschluss konnte Herr Demmelmaier von der Firma Menno auf die praktische Umsetzung von Reinigung und Desinfektion eingehen. Sauberkeit, Hygiene und Schädlingskontrolle sind wichtige Punkte, um Erkrankungen und Leistungseinbußen zu verhindern. Die richtige Wahl und sachgemäße Anwendung eines Desinfektionsmittels kommt erst an zweiter Stelle. Anschaulich konnte er zeigen, dass beispielsweise eine mangelnde Kontrolle und Reinigung von Wasser- und Futtersystemen zu ernsthaften Problemen bei der Tiergesundheit führen können.

Den Blick über den Tellerrand hinaus vermittelte Herr Walter Iber aus der Steiermark. Als Produktionsberater der Firma Lugitsch und Söhne betreut er seit vielen Jahren Legehennen- und Mastgeflügelbetriebe in Österreich. Mit seinem Vortrag warf er ein Schlaglicht auf die Situation die ökologische Eier- und Geflügelfleischerzeugung unseres südlichen Nachbarlandes, das uns in diesem Bereich in mancherlei Hinsicht voraus ist.  

Vorträge zum Nachlesen:

Dr. J. Emele, Geflügelgesundheitsdienst der Tierseuchenkasse Baden-Württemberg, Aulendorf
 „Salmonellenbekämpfung bei Legehennen – rechtliche und praktische Hinweise“ (pdf-Datei 1,12 MB)

R. Hildebrand, Tiergesundheitsdienst Bayern e.V.
„Die nationale Hühner-Salmonellen-Verordnung ist verabschiedet: Informationen für bayerische Junghennen- und Legehennenhalter“ (pdf-Datei 60 KB)

Christian Demmelmaier, Gebietsverkaufsleiter Baden-Württemberg
 „Desinfektion und Hygiene im Legehennenstall“ (pdf-Datei 3,91 MB)

Walter Iber und Karl Fink Produktionsberater der Firma Herbert Lugitsch u. Söhne Ges.mbH
 „Öko-Markt (= Bio) für Eier und Geflügel in Österreich“ (pdf-Datei 4,34 MB)

Naturland Fachberater Werner Vogt-Kaute
 „Auslaufgestaltung bei Legehennen“ (pdf-Datei 1,07 MB)

 


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Öko-Ackerbau-Tagung am 17./18. Februar 2009 in Freising

„Der Öko-Landbau lebt von Know-How und Erfahrung“
Naturland Ackerbautagung mit breitem Themenspektrum

Dass der Ökologische Landbau ganz besonders von Erfahrungswissen profitiert –das war bei der diesjährigen Naturland-Ackerbautagung fast mit Händen zu greifen. Im zentralen Referat der hervorragend besuchten Veranstaltung sprühte Günter Kahnt, 80-jährigerer emeritierter Pflanzenbau-Professor aus Hohenheim, geradezu vor Engagement. Sein Anliegen ist deshalb nicht zufällig, möglichst viel vom reichen Erfahrungsschatz des Acker- und Pflanzenbaus „in gute Hände“ weiterzugeben. Empfehlenswert ist das von ihm erschienene Buch „Leguminosen im konventionellen und ökologischen Landbau“ erschienen im DLG Verlag 2008. 
Den komplexen Zusammenhängen des Nährstoffgeschehens im Boden widmete sich H. Unterfrauner aus Graz. Der Bodenkundler stellte die verschiedenen Methoden zur Nährstoffbeurteilung des Bodens vor und betonte immer wieder, wie wichtig es ist, die Analysen und deren Ergebnisse kritisch zu hinterfragen.
Alfred Berner vom Schweizer FIBL berichtete von einem 2002 begonnen Versuch zur reduzierten Bodenbearbeitung im Öko-Landbau. Dabei zeigten sich – wie erwartet – die bekannten Vorteile wie z.B. erhöhte mikrobielle Biomasse, höhere biologische Aktivität, mehr Regenwürmer, stabilere Krümel oder eine höhere Infiltration. Allerdings waren auch die Kehrseiten zu erkennen: höherer Unkrautdeckungsgrad, Zunahme der Wurzelunkräuter und eine reduzierte Mineralisation.
H. Doppelbauer aus Österreich stellte in seinem Praxisbericht – noch extremer - konsequent pfluglose Bewirtschaftung vor, sog. „Festbodenwirtschaft“. Hintergrund dafür sind zum einen Erosions-gefährdete Lagen, zum anderen aber v.a. eine Betriebs-Vorgeschichte mit starkem Humusabbau. Dass unter diesen Rahmenbedingungen der Humusaufbau, die Krümelstabilität und die verbesserte Infiltration eine besondere Bedeutung hat, liegt auf der Hand.
Referate zur Distelkontrolle durch Stoppelbearbeitung, die Mulchsaat von Winter- und die Direktsaat von Sommerackerbohnen, zu Lagerschädlingen und Zwischenfrucht-Versuchen sowie zu neuen Ansätzen in der Ampferbekämpfung im Acker rundeten die Tagung ab.

Hier die einzelenen Referate zum Nachlesen:

 Hans Unterfrauner – Bodenuntersuchungen  Analytik (Beprobung) (pdf-file 2,54 MB)

 Alfred Berner - Kann im Biolandbau auf den Pflug verzichtet werden? Erste Erfahrungen aus dem Bodenbearbeitungsversuch in Frick (pdf-file 6,79 MB)

 Martin Berg - Erfahrungen mit verschiedenen Bodenbarbeitungssystemen (pdf-file 6,53 MB)

 Werner Vogt-Kaute - Steigerung der Wertschöpfung ökologisch angebauter Marktfrüchte durch Optimierung des Managements der Bodenfruchtbarkeit,BÖL-Projekt  08OE004 (pdf-file 3,87 MB)

 Matthias Schöller – Lagerschädlinge, Integrierter Vorrats- und Lagerschutz in der ökologischen Agrarwirtschaft (pdf-file 6,53 MB)

 Verena Mainer – Zwischenfruchtversuch (pdf-file 2,25 MB)

 Werner Vogt-Kaute - Reduzierte Bodenbearbeitung: Gut für den Boden, Gut fürs Klima, Gut für den Ertrag?? (pdf-file 832 KB)


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Öko-Milchviehtag am Irschenberg am 05. Februar 2009

Milchviehhaltertagung: Markt, Zucht, Eutergesundheit und Fütterung

Am 5. Februar 2009 fand in Irschenberg der 3. Süddeutsche Öko-Milchviehtag statt.

Die Naturland Fachberatung Öko-BeratungsGesellschaft mbH organisierte diese Fachtagung, die mit 80 Teilnehmern sehr gut besucht war. 

Der Vormittag stand mit drei Beiträgen vollständig für das Thema Zucht zur Verfügung. Nach der Mittagspause gab es einen kurzen Marktrück- und Ausblick ins neue Jahr. Am Nachmittag standen dann noch zwei Vorträge zur Eutergesundheit auf dem Programm.

Alle im folgenden zusammen gefassten Vorträge können hier abgerufen werden:

 Hubert Anzenberger - Infos zu den interessantesten Fleckviehbullen nach dem Ökologischen Gesamtzuchtwert unter Berücksichtigung der Blutlinien (pdf-file 1,94 MB)

 Dr. Dieter Krogmeier - Der ökologische Gesamtzuchtwert (ÖZW) für Besamungsbullen (pdf-file 1,29 MB)

 Petra Rauch - Gesundheit und Leistung von Milchkühen im Ökologischen Landbau (pdf-file 3,27 MB)

 Stephan Scholz - Wenn wir den Ansatz des ökologischen Landbaus ernst nehmen, müssen wir uns auch in der Rinderzucht von den  herkömmlichen (Irr)Wegen entfernen (pdf-file 124 KB)

 Stephan Scholz Übersicht Öko-Milchmarkt 2008 (pdf-file 384 KB)


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Ackerbautagung am 05. Februar 2009 in Bernburg

Am 05. Februar 2009 haben sich zahlreiche Landwirte/-innen und hochkarätige Referenten zur Ackerbautagung in der LLFG Sachsen-Anhalt in Bernburg zusammengefunden.

Die Tagungsteilnehmer informierten sich über neueste Erkenntnisse und Trends im Ökologischen Landbau. Die Themenpalette reichte von Humusproduktion über Fruchtfolge- und Stickstoffmanagement bis zur Bestandsführung in Esparsette und Erbsen. Weiterhin gab es praktische Hinweise für Neueinsteiger im Bereich Biozucker und Kleegrasvergärung sowie zur Regulierung von Lagerschädlingen.

Die Tagungsbeiträge zum Lesen:

 Humus - Voraussetzungen für Bodenbildung und Bodenfruchtbarkeit
Herr Prof. Dr. Körschens (pdf-file 724 KB)

 Steigerung ökologisch angebauter Marktfrüchte durch Optimierung des Managements der Feldfrüchte
Herr Dr. Wilbois, Forschungsinstitut für biologischen Landbau (pdf-file 521 KB)

 Stickstoffmanagement und Fruchtfolgeplanung auf leichten Standorten unter den gegenwärtigen und zukünftigen klimatischen Bedingungen
Herr Dr. Bachinger, ZALF Müncheberg (pdf-file 1.474 KB)

 Möglichkeiten zur Integration der Futterleguminose Esparsette in Fruchtfolgen des ökologischen Landbau
Herr Dr. Neuhoff, Institut für organischen Landbau, Universität Bonn (pdf-file 705 KB)

 Bestandsführung und Unkrautregulierung beim Anbau von Erbsen im ökologischen Landbau
Herr Dr. Haensel, SMUL Sachsen (pdf-file 395 KB)

 Strategien für die Regulierung von Lagerschädlingen in Vorratsräumen für Produkte aus dem ökologischen Landbau
Herr Prof. Dr. Reichmuth, Julius-Kühn-Institut in Berlin-Dahlem (pdf-file 1217 KB)

 Vorstellung einer alternativen Biogasanlage und ersten Erfahrungen im praktischen Betrieb, Kosten, Einnahmen, Cash-flow, Rentabilität
Herr Prof. Schwaiger, Fachhochschule Bernburg und Landwirt Miller (pdf-file 260 KB)


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Zurück zu den Wurzeln - Bodenseminar in Hessen

Dr. Hartl (ganz links) mit den Teilnehmern des Bodenseminars

Am 14. und 15. August 2008 haben sich interessierte Bauern und Bäuerinnen in Hamersbach (Wetterau) zu einem Intensiv-Bodenseminar zusammengefunden.

Von der Naturland Öko-Beratungs-GmbH organisiert wurden auf 3 verschiedenen Standorten Bodenprofile ausgehoben, die für Dr. Wilfried Hartl (Bioforschung Austria - Wien) als Grundlage für seine sehr interessanten und weitreichenden Ausführungen zum Boden dienten. Frau Dr. Andrea Beste (Büro für Bodenschutz und ökologische Agrarkultur) zeigte, wie in der Praxis Spatendiagnosen durchgeführt werden und welche Hinweise für die Bewirtschaftung daraus zu entnehmen sind. In einer intensiven Nacharbeit wurde insbesondere auf Nährstoffdynamik und deren Beeinflussung sowie auf offene Fragen der Teilnehmer eingegangen.

Es ist immer (und immer wieder) lohnend, sich als Ackerbauer eingehend mit dem Boden zu beschäftigen. Was man dabei erkennen kann, ist nicht selten eine Überraschung und kann enorm helfen, das am jeweiligen Standort verfügbare Ertragspotenzial besser nutzbar zu machen. Anhand von Schichtungen bzw. Horizonten kann man aus der Bewirtschaftungs- oder aus der Standortgeschichte stammende Barrieren erkennen. Mit dem Nachgraben der Wurzeln und deren Analyse wird sichtbar, welche Pflanzen dem Ackerbauer helfen können und – umgekehrt - welche Pflanzen Hilfe vom Ackerbauer benötigen. Es ist zu erkennen, ob der standortspezifische Wasser- bzw. Nährstoffspeicher von den Wurzeln voll erschlossen wird oder ob dort nicht genutzte Reserven ruhen. Mit der Betrachtung des Bodengefüges zeigt sich, in welchem Garezustand sich der Boden in den jeweiligen Horizonten befindet. Dafür braucht es nicht unbedingt den eingesetzten Minnibagger, der für das Erstellen eines Bodenprofils sehr hilfreich war - die Spatendianose ist für den oberen Bereich bis max. 40 cm leicht ausreichend und hervorragend geeignet. Für die Teilnehmer wurde wieder einmal deutlich, dass erst der Einblick in den Boden es ermöglicht, die richtigen Anbaumaßnahmen zu ergreifen, um so den jeweiligen Standort optimal zu bewirtschaften.

Der Boden ist je nach Standort und Bewirtschaftung mehr oder weniger voller pflanzlicher und tierischer Lebewesen, die sich fortwährend in Abbau- (Freisetzung und Mobilisierung) und Aufbauprozessen (Festlegung; Fixierung) befinden. Ein wesentliches Fruchtbarkeitsmerkmal eines Standortes ist also die Fähigkeit des Bodens, über Austauschvorgänge Nährstoffe für Pflanzen verfügbar zu machen, oder - wie Dr. Hartl es formulierte - den „Rohren“, durch die die Nährstoffe (im Diagramm symbolisch die Pfeile) fließen, einen möglichst großen Querschnitt zu verpassen. Je leichter das im Boden erfolgen kann, um so dynamischer und elastischer ist die Versorgung der Pflanzen (ganz besonders aktuell in Zeiten des Klimawandels !!!) bzw. sind die Nährstoffflüsse. Das heißt nicht, dass dadurch die Auswaschung erhöht wird, das Gegenteil ist der Fall, da ja ebenfalls die Bindungsfähigkeit erhöht ist und im Ökolandbau keine leichtlöslichen Dünger zum Einsatz kommen.

Dass für diese gewünschten Effekte die organische Düngung, Komposte und Leguminosen eine entscheidende Rolle spielen, ist kaum verwunderlich. Wie stark sich verschiedene Kulturpflanzen und Dünger auf den Humus auswirken, wurde in dem Seminar besprochen. Dass der Anbau von Leguminosen auch seine Schattenseiten haben kann, wurde ebenfalls beleuchtet. Wo hört „zuwenig“ auf und fängt „zuviel“ an, ist derzeit die große Frage, die kein Fachmann abschließend beantworten kann, weil hier ein enormer Forschungsbedarf - unter den besonderen Bedingungen des Öko-Anbaus - gegeben ist. Oberstes Ziel muss sein, kräftige, wüchsige und gesunde Leguminosenbestände zu etablieren. Schwache, verunkrautete, erkrankte Leguminosen können keine Fruchtfolgen tragen.

Insgesamt wurde in diesem Bodenseminar wieder einmal deutlich, dass es sich gerade im Öko-Landbau auf jeden Fall lohnt, den Boden genauer und näher zu studieren. Dabei kommen dann automatisch - direkt oder indirekt – auch sehr viele andere Aspekte des Pflanzenbaus zum Vorschein, die in diesem kurzen Abriss bei weitem nicht alle angesprochen werden können

- Martin Trieschmann -


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Aktionstag Öko-Landbau in Lippborg

Landwirtschaftsminister Eckhard Uhlenberg auf dem Tag der offenen Tür
Landwirtschaftsminister Eckhard Uhlenberg zur Bedeutung des Öko-Landbaus in NRW

Am 17.06.2007 hatten Naturland und die Marktgenossenschaft nach Lippborg eingeladen. Rund 700 Besucher nutzten das Angebot und informierten sich über den ökologischen Landbau sowie den Verband und die Leistungen der Marktgenossenschaft.

Ein erfreulicher Anlass für den Aktionstag bestand auch in dem nunmehr 25-jährigen Bestehen des Naturland-Verbandes. Grund für viele Mitglieder, sich nach Lippborg zu begeben, um mit vielen weiteren angereisten Kollegen und Freunden ein wenig zu feiern und einen fachlichen wie informativen Austausch zu führen. Gleichzeitig wurden durch diese Veranstaltung konventionell wirtschaftende Kollegen angesprochen, um ihr Interesse für Naturland und den ökologischen Landbau zu wecken. Vor dem Hintergrund, dass Rohstoffe gesucht werden, war dies ein Angebot, sich über Naturland und die Perspektive Öko-Landbau zu informieren.

Zahlreiche Aussteller präsentierten ihr Angebot: Saat- und Pflanzguterzeuger, Anbieter von Betriebsmitteln für den ökologischen Landbau, Futtermittelanbieter und Maschinenhersteller waren vertreten. Diese letzte Anbietergruppe war erwartungsgemäß stark frequentiert durch die Besucher. Die Maschinen waren nicht nur zu besichtigen, sondern konnten auf einem hergerichteten Acker auf dem Gelände der Genossenschaft im praktischen Einsatz begutachtet werden. Pflegegeräte für den Gemüse- und Kartoffelanbau standen im Mittelpunkt der Maschinenvorführungen.

Politischer Höhepunkt der Veranstaltung war der Auftritt des Landwirtschaftsministers in NRW, Eckhard Uhlenberg. In seiner Rede ging Uhlenberg auf die große Bedeutung des Öko-Landbaus in NRW ein, dass diese Anbauweise eine Chance für viele Landwirte darstelle. Allerdings lehnte er eine höhere Förderung von Öko-Betrieben ab. Der Minister machte deutlich, dass er weiterhin für eine „Gleichbehandlung“ von konventioneller und ökologischer Landwirtschaft eintritt. Dagegen forderte M. Morawietz die Landesregierung auf, mehr für den Öko-Sektor zu tun, weil dieser ein Wachstumsmotor ist. Weiterhin forderte er einen Schutz der Öko-Bauern vor der Bedrohung durch die Agro-Gentechnik.

Präsidiumsmitglied Everhard Hüseman ging auf die Naturland Geschichte ein, und stellte die verschieden Arbeitsbereiche von Naturland dar. Einen Teil seiner Rede widmete er den Landfrauen, deren Bedeutung auf den Betrieben oft unterschätzt würde. So seien die Frauen oft Schaltzentralen auf den Betrieben, ohne deren Mitwirken die Betriebe nicht wirklich funktionieren könnten.
Franz Westhues warb nochmals eindringlich um neue Umsteller als künftige Lieferanten für die Genossenschaft. Insbesondere Kartoffel- und Gemüseerzeuger werden ständig gesucht, um eine weiterhin steigende Nachfrage befriedigen zu können. Ein möglichst regionaler Warenbezug ist für die Genossenschaft von großer Bedeutung, zumal dadurch der Erhalt der hiesigen Kulturlandschaft gewährleistet wird. Zum weiteren Programm gehörten Vortragsveranstaltungen, die sich mit dem Kartoffelanbau auseinander setzten, aber auch mit Wirtschaftlichkeitsberechnungen, in denen konventionelle und ökologische Betriebssysteme verglichen wurden.  Rundführungen durch die Produktionshallen der Genossenschaft und der Abpackstation für Möhren stießen auf großes Interesse der Besucher. Für die Praktiker wurde am Nachmittag eine Exkursion zum Naturland-Mitglied Balks-Dreckmann angeboten. Der Betriebsleiter stellte seine Möhren-, Rüben- und Kartoffelbestände vor.
Fazit der Veranstaltung: es war ein gelungenes Naturland-Fest, wie viele Naturland-Mitglieder bestätigten. Es gab am Rande der zahlreichen Veranstaltungen auch Gelegenheit, bei einem Imbiß bzw. mit Kaffee und Kuchen, miteinander ins Gespräch zu kommen. Gestärkt durch den Zuspruch, werden wir mit der Planung einer weiteren Veranstaltung im nächsten Jahr beginnen.

 


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Naturland-Schweinehalterfahrt 2007 nach Baden-Württemberg und ins Elsass

60 Landwirte und Berater aus 5 EU-Ländern

Schweine in frischer Luft

Die Anforderungen der ökologischen Schweinehaltung sind hoch. Doch manchen Praktikern gelingt es, sie auf möglichst einfache Art zu lösen.

 Michael Götz (Dr. Ing. Agr.), LBB-GmbH, Eggersriet, Schweiz

Zwar macht in Deutschland der Anteil an Öko-Schweinen am Markt zurzeit erst ein halbes Prozent aus, aber der Stellenwert einer tiergerechten Schweinehaltung scheint in ganz Europa zu wachsen. So nahmen an einer Exkursion des deutschen Öko-Verbandes „Naturland“ nicht nur 60 Schweinehalter und Berater aus Deutschland, sondern auch aus Spanien, Luxemburg, Österreich und der Schweiz teil.

Termin:
Freitag, 15. Juni und Samstag, 16. Juni 2007 von Heilbronn aus

Tagungsort:
Baden-Württemberg

Veranstaltern:
Eine Veranstaltung der Öko-BeratungsGesellschaft mbH und der Naturland Fachberatung

Bericht:  Öko-Schweinehalter Fahrt 2007 (pdf-Datei, 400 KB)
geschrieben von Michael Götz (schreibgeschützt)

Flyer:  Öko-Schweinehalter Fahrt 2007 (pdf-Datei, 1,5 MB)

Weitere Infomationen: zum Stallbau unter www.ktbl.de

 

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Gérard und Thierry Schweitzer Bucht

Die alte und die neue "Gerard-Schweitzer Bucht"

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Fachtagung Ökologischer Ackerbau

Produktivität des Ackers steigern

Die klassischen Themenfelder des ökologischen Ackerbaus sind in den vergangenen Jahren zunehmend etwas in den Hintergrund geraten. Viele durchaus interessante Entwicklungen wie Weite Reihe, Dammkultur, Mischfrucht, usw. haben die Aufmerksamkeit auf sich gezogen und wenig Platz für anderes gelassen. Dabei ist es ja gerade nicht so, dass es etwa keine Fragen zu Fruchtfolge oder Nährstoffversorgung gäbe. Ganz im Gegenteil: hier zeigen sich immer wieder neue Herausforderungen, die angegangen werden müssen. Nur: diese Fragestellungen sind eben nicht in den heute üblichen kurzen und isolierten Forschungsprojekten abzuhandeln. Und dabei ist die Zusammenschau besonders wichtig und besonders interessant. Mit Dr. W. Hartl haben wir jemanden gewinnen können, dem dies nicht nur ein Anliegen ist, sondern der dafür auch besondere Gaben mitbringt und für faszinierende Vorträge steht... Neben den „Klassikern“ sollen aber auch aktuelle Forschungsergebnisse und Alternativen im Anbau nicht zu kurz kommen und den ihnen gebührenden Raum einnehmen.
Termin:
Mittwoch, 23. Januar und Donnerstag, 24. Januar 2008 in Petersberg
Tagungsort:
Kath. Landvolkshochschule Haus Petersberg
Petersberg 2 · 85251 Erdweg
Veranstaltern:
Eine Veranstaltung der Öko-BeratungsGesellschaft mbH und der Naturland Fachberatung 
Flyer 2007:  Ackerbautagung Bernried 2007 (pdf-Datei, 70 KB)

Flyer 2008:  Ackerbautagung Petersberg 2008 (pdf-Datei 1.892KB)

 Dr. Bettina Eichler-Löbermann 2007- Alternative P-Düngungsstrategien (pdf-Datei, 2,3 MB)

Dr. Wilfried Hartl - Stickstoff-Lücke oder Leguminosen-Risiko?

 Werner Vogt-Kaute - Weizensteinbrand und Zwergsteinbrand - Schrecken ohne Ende? 2007 (pdf-Datei, 2,1 MB)

 Walter Zwingel - Dauerthema Qualitäten - Neue Erkenntnisse? 2007 (pdf-Datei 2,4 MB)

 Martin Trieschmann - Rentabilität von Kartoffeln und ausgewählte Sonderkulturen 2007 (pdf-Datei, 3,6 MB)

 Ewald Pieringer - Pachtpreis-Kalkulation 550€ DB  2007 (pdf-Datei 12 KB)

 Ewald Pieringer - Pachtpreis-Kalkulation 630€ DB  2007 (pdf-Datei 11,3 KB)

Martin Trieschmann - Kosten und Nutzen versch. organ. Stickstoffdünger für den ökologischen Ackerbau 2008 (pdf-Datei 850KB)


 Dr. Johann Bachinger - Stickstoff-Management - Perspektiven udn Grenzen von Unter- und Beisaaten 2008  (pdf-Datei 2.269KB)






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Fachtagung Ökologische Schweinehaltung

Qualitätssteigerung und Vermarktung

Die ökologischen Schweinehaltung hat im letzten Jahr einen enormen Aufschwung erfahren. Der Handel und die Verarbeiter drängen auf Grund der hohen Nachfrage stark dazu, die Kapazitäten auszuweiten. Doch das Wachstum sollte nachhaltig in gesunden Strukturen erfolgen und nicht überstürzt werden. Der Wissensaustausch und die Diskussionen auf den verschiedenen Ebenen Erzeugung – Beratung – Handel – Verarbeitung soll im Rahmen dieser Tagung bei dieser Entwicklung zu stärkerer Transparenz beitragen. Sie soll als Forum zum Thema ökologische Schweinehaltung für den deutschsprachigen Raum dienen.
Zur Öko-Schweinetagung sind alle Schweinehalter, Vermarkter, Berater und Wissenschaftler aus dem In- und Ausland, die sich intensiv mit der Ökologischen Schweinehaltung beschäftigen, herzlich eingeladen.
Termin:
Montag, 21. Januar und Dienstag, 22. Januar 2008 in Petersberg
Tagungsort:
Kath. Landvolkshochschule Haus Petersberg
Petersberg 2 · 85251 Erdweg
Veranstaltern:
Eine Veranstaltung der Öko-BeratungsGesellschaft mbH und der Naturland Fachberatung 

 Flyer 2008 - (pdf-Datei 465KB)

 Barbara Früh - Erfahrungen mit Gruppensäugen (pdf-Datei 1.360KB)

 Johannes Baumgartner - Die Ansprüche der Schweine und deren Umsetzung in Haltungssystemen (pdf-Datei 77KB)

 Rudolf Wiedmann - Eingliederungmanagement bei Einstallung in der Mast und Zucht (pdf-Datei 465KB)

 Jan Hempler - Fütterungsmanagement in Hinblick auf die Qualitätserzeugung in der Öko-Mast (pdf-Datei 421KB)

 Peter Thoma - Erfolgreiche Schweinemast (pdf-Datei 1.690KB) 

 Dr. Werner Hagmüller - Stationen einer erfolgreichen Ferkelaufzucht (pdf-Datei 427KB)

 Info-Bröschüre Österreich "Stallbau für die Bio-Tierhaltung-Schweine" (Bio-Austria)


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Fachtagung Biogas-Erzeugung im Ökologischen Landbau

Die Neuregelung des Erneuerbaren Energiegesetzes (EEG) hat einen regelrechten Boom des Themas Biogas und anderer regenerativer Energien ausgelöst. Doch hat eine Biogasanlage auf einem Öko-Betrieb ebenso Vorteile? Hier zeigen sich – natürlich betriebsindividuell verschieden – u.U. sogar noch zusätzliche positive Aspekte. Im Rahmen der Tagung soll auf die verschiedenen Aspekte und Fragestellungen der Erzeugung von Biogas im Öko- Landbau eingegangen werden. Auf der Rundfahrt werden die theoretischen Erfahrungen durch die praktischen Beispiele ergänzt. Tagung und Rundfahrt richten sich an Betriebe, die mit erneuerbaren Energien speziell im Bereich Biogas arbeiten oder arbeiten wollen, und die bereits ökologisch wirtschaften oder sich mit dem Gedanken an eine Kombination von alternativer Energiegewinnung und ökologischer Lebensmittelerzeugung tragen.
Termin:
Freitag, 08. Dezember 2006 in Rot an der Rot
Ort:
St. Norbert, Jugend- und Bildungshaus
Klosterhof 9 · 88430 Rot an der Rot
Veranstaltern:
Veranstaltungen der Landesanstalt für Entwicklung der Landwirtschaft und der Öko-BeratungsGesellschaft mbH

Vorträge zum Download:
 Dr. Dederer - Die Biogasanlage Funktionsweise Technik Kosten (pdf-Datei, 1,2 MB)
 Holland - Biogaspraxis (pdf-Datei, 3,9 MB)
 Anspach - Bio-Biogas Stand und Ökonomie (pdf-Datei, 3,4 MB)
 Messner - Abwärmenutzung (pdf-Datei, 1,6 MB)

 

 


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Letzte Änderung 23.02.10

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Ihre Ansprechperson

Geschäftsführerin der Öko-BeratungsGesellschaft mbH

Dr. Gertraud Branner

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Auf der Schuchen 22
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Fax: +49 (0) 8841-90741
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